Fediol

Lösungen für die Proteinlücke gesucht


Mit innovativer Züchtungstechnik und einem Proteinplan möchte Fediol Engpässen bei der Versorgung mit pflanzlichen Ölen und Eiweißfuttermitteln begegnen. Der Europäische Verband der Ölmühlen stellt Forderungen an die Politik.

Die Züchtung von neuen Sorten wird durch die Gesetzgebung der EU behindert, kritisiert der Verband in seinem kürzlich vorgelegten Manifest.
Die EU-Verordnung für die Gentechnik tauge nicht mehr. Zudem sollten neue Züchtungsmethoden, deren Ergebnis sich nicht von konventionellen Methoden unterscheidet, nicht unter die EU-Gentechnikgesetzgebung fallen. Fediol reagiert damit auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das Mutageneseverfahren (Cripr/Cas) zur Gentechnik zählte. Grundsätzlich sollten für allen Zulassungen wissenschaftlichen Maßstäbe zu Grunde gelegt werden, fordert der Verband in seinem Manifest, sei es bei der Züchtung oder bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Die Landwirtschaft stehe vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits werde die Nachfrage nach Pflanzenölen und Eiweiß in den kommenden Jahren ansteigen, unter anderem als Rohstoffe für die Bioökonomie. Andrerseits werde der Klimawandel zu Ertragsschwankungen und Einschränkungen führen. Die Politik müsse darauf sensibel reagieren und den Landwirten den Weg für eine nachhaltig gesteigerte Produktion ermöglichen. Um die Eiweißlücke in der EU zu schließen, sollte der Anbau vor allem von Soja, Raps und Sonnerblumen über Marktanreize attraktiver gemacht werden. Schließlich weist Fediol auf zahlreiche Initiativen seiner Mitglieder zum Erhalt des Regenwaldes in Anbaugebieten von Palmöl und Soja hin. „Die steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln in einer nachhaltigen Weise nachzukommen, wird die große Herausforderung für unsere Generation“, betonte Fediol-Präsident John Grossmann.

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