Ferkelkastration

BFL fordert lokale Betäubung als Option zu erhalten


Der Verein Bauförderung Landwirtschaft (BFL) spricht sich einem Positionspapier dafür aus, die lokale Betäubung von Ferkeln als Option zu ermöglichen. Die Organisation verweist auf angemessene Wettbewerbsbedingungen auch für Schweinehalter in Deutschland.

Die BFL hat eine Stellungnahme zu einem Referentenentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) für eine "Verordnung zur Duchführung der Narkose mittels Isofluran bei der Ferkelkastration  durch sachkundige Personen" (FerkNarSachkV) verfasst. Darin verweist sie darauf, dass Wettbewerber in Dänemark unter lokaler Betäubung kastrierte Tiere auf dem deutschen Markt anbieten könnten. Diese seien unter dem Aspekt des Preises "viel billiger als deutsche Tiere, die unter Isofluran in Narkose gelegt wurden!"

Für die bestehende Möglichkeit der Ebermast mit oder ohne Immunokastration würden seitens der Wirtschaft die Vermarktungsmöglichkeiten als nicht flächendeckend angesehen, heißt es weiter in dem Papier. Daher müssten insbesondere kleinstrukturierte Betriebe die Möglichkeit zur chirurgischen Kastration behalten. Jedoch erweise sich die flächendeckende Durchführung der Betäubung von Ferkeln durch Tierärzte als nicht durchführbar. Daher sei die Aufhebung des Tierarztvorbehaltes zwingend notwendig, so die BFL.

Die Methode der Betäubung mit Isofluran bewertet die BFL kritisch. So hätten sich in Befragungen Tierhalter dahingehend geäußert aus der Schweinehaltung auszusteigen, wenn sie Isofluran anwenden müssten. Auch Tierärzte hätten zunehmend signalisiert, sich der Narkose unter Anwendung von Isofluran zu verweigern. Nach Meinung der BFL sei es unverständlich, die Durchführung der Betäubung ausschließlich mit dem Wirkstoff Isofluran zu ermöglichen.

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