Ferkelkastration

Bundeskabinett bespricht Isofluran-Verordnung


Tierärzte werden Landwirte beim Sachkundenachweis für die Betäubung mit dem Gas Isofluran anleiten.
WiSiTiA/jh
Tierärzte werden Landwirte beim Sachkundenachweis für die Betäubung mit dem Gas Isofluran anleiten.

Landwirte sollen die Betäubung von Ferkeln mit Isofluran bald selbst durchführen können. Das entsprechende Gesetz kann laut Landwirtschaftsministerin Klöckner noch 2019 in Kraft treten.

Ende 2020 endet die Übergangsfrist für die betäubungslose Ferkelkastration. Neben der Ebermast und der Immunokastration gilt die Methode der Isofluran-Betäubung von jungen Ferkeln als Alternative für den Ersatz. Mit einer neuen Verordnung will das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) den Gebrauch der Isofluran-Narkose auch für Landwirte ermöglichen. Voraussetzung dafür ist ein Sachkundenachweis.

Nach ersten Beratungen der neuen "Verordnung zur Durchführung der Betäubung mit Isofluran bei der Ferkelkastration durch sachkundige Personen" (FerkBetSachkV) im Bundeskabinett in dieser Woche soll sie vom Bundestag beraten werden und im zweiten Halbjahr 2019 in Kraft treten, teilt das BMEL mit. "Klar ist: Eine weitere Verlängerung wird es mit mir nicht geben", erklärt Ministerin Klöckner.

Nach dem Inkrafttreten werde es Landwirten möglich sein, die Vollnarkose zur wirksamen Schmerzausschaltung mit diesem Mittel selbst durchzuführen, so Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Der Sachkundenachweis umfasst einen theoretischen und einen praktischen Lehrgang. An Ende steht eine Prüfung.

QS-Siegel soll auf Importferkel ausgeweitet werden

Der Landesverband Niedersächsischer Schweineerzeuger in Oldenburg rechnet mit erheblichen Wettbewerbsverzerrungen auf der europäischen Erzeugerstufe und formuliert klare Forderungen an die QS-GmbH. Die Bonner Prüfgesellschaft soll demzufolge den QS-Status nur noch solchen Ferkelerzeugerbetrieben zukommen lassen, die nach den in Deutschland zugelassenen Wegen kastrieren. Konkret soll die QS-GmbH eine Positivliste mit zugelassenen Kastrationsmethoden erstellen. So soll auch für die Importferkel ein höherer Tierschutzstandard erreicht werden. Mastbetriebe sollen nur dann den QS-Status erhalten, wenn sie Ferkel nach der von QS herausgegebenen Positivliste aufstallen.





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