Ferkelkastration

Bundestag stimmt Isofluran-Narkose zu


Dänische Forscher nutzen humanmedizinisches Wissen für alternative Haltungskonzepte.
Foto: Pixabay
Dänische Forscher nutzen humanmedizinisches Wissen für alternative Haltungskonzepte.

Die ersten rechtlichen Voraussetzungen für eine Isofluran-Betäubung durch sachkundige Personen sind geschaffen. Sehr spät in der Nacht des 27. Juni 2019 stimmte der Bundestag einer entsprechenden Verordnung zu.

Mit den Stimmen der Bundesfraktionen von CDU/CSU und SPD und gegen die der Partei Die Linke passierte die "Ferkelbetäubungssachkundeverordnung"  (FerkBetSachkV) den Bundestag. Die Fraktionen von FDP, AfD und Bündnis90/Die Grünen enthielten sich. Parallel dazu erfolgt die Notifizierung bei der Europäischen Kommission. Anschließend erfolge das Bundesratsverfahren, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gestern in Berlin. Falls dabei keine Verzögerungen auftreten, könne die Verordnung im Oktober 2019 in Kraftf treten. 

Für die Unterstützung der Anschaffung von Narkosegeräten seien für das Jahr 2019 zwei Mio. € sowie 20 Mio. € für das Jahr 2020 in den Haushalt eingestellt worden, heißt es aus dem BMEL.

Die Verordnung war konzipiert worden, um die Narkose mittels Isofluran durch sachkundige Personen wie auch die Landwirte zu ermöglichen und den bisher bestehenden Tierarztvorbehalt aufzuheben. Dies sei sowohl aus wirtschaftlichen wie auch logistischen Gründen erforderlich, auch stünden in der Praxis nicht genügend Tierärzte zur Verfügung, um die Narkose mit Isofluran flächendecken zu gewährleisten, heißt es in der Begründung für die Verordnung.

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