Ferkelkastration

Fristverlängerung passiert den Bundesrat


Bild: Pixabay / O12

Das Gesetz zur Verlängerung der Frist für den Entfall der betäubungslosen Ferkelkastration hat nun auch den Bundesrat passiert. Damit herrscht Klarheit für die Ferkelerzeuger.

Eine ursprünglich vom Agrarausschuss des Bundesrates ausgesprochene Empfehlung das Gesetz in den Vermittlungsausschuss zu überweisen fand keine Mehrheit im Plenum. Dies hätte das ohnehin nicht zustimmungspflichtige Gesetz nur noch aufschieben können. Mit dem Beschluss des Bundesrates endet ein langwieriger Prozess um die Genehmigung der Fristverlängerung. Damit kann das Gesetz nun zum 1. Januar 2019 in Kraft treten.

Auf erneut scharfe Kritik stößt das Gesetz beim Deutschen Tierschutzbund. Dessen Präsident Thomas Schröder vermutet in einer ersten Stellungnahme ein "abgekartetes Spiel". Fünf Jahre hätten Tiernutzer und ihre Verbände Zeit gehabt, sich auf das Verbot einzustellen. Es stelle sich die Frage nach der Unabhängigkeit der Fachpolitiker im Agrarsektor. Diese Debatte werde nun zu führen sein, kündigt Schröder an.

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