Flächenschätzung

Maisanbau vielerorts ausgeweitet


Die deutsche Maisanbaufläche wächst leicht. Körnermais legt stärker zu als Silomais. Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen an der Spitze der Anbauausweitung.

Das Deutsche Maiskomitee (DMK) berichtet, dass die Maisanbaufläche 2019 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 2,1 Prozent auf rund 2,66 Mio. ha ansteigt. Sollten noch ausgewinterte Flächen mit Mais bestellt werden, könnten es einige Hektar mehr werden. Das DMK beruft sich auf  eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kleffmann Group. Dabei ist weiterhin herausgekommen, dass rund 460.000 ha Maisfläche als Körnermais angebaut werden sollen. Das bedeutet, dass rund 2,2 Mio. ha für Silomais zur Verwertung als Futter oder zur Biogaserzeugung übrig bleiben.

Hohe Silomaisfläche im Vergleichsjahr 2018

Im mehrjährigen Vergleich wäre die diesjährige Körnermaisfläche um einiges höher als in den drei Vorjahren. Die geschätzte Silomaisfläche 2019 wiederum entspräche etwa dem Niveau des Vorjahres, legt aber im Vergleich zu den Jahren davor deutlich zu. Grund für diese Sonderentwicklung: Im Frühjahr 2018 ist außergewöhnlich viel Mais ausgesät worden, nachdem im extrem nassen Herbst 2017 zahlreiche Flächen nicht mit Wintersaaten bestellt werden konnten. Deswegen kommt es in einigen Bundesländern 2019 sogar zu einer geringfügigen Abwärtskorrektur.

Die Maisanbaufläche entwickelt sich in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich.
Foto: KWS
Die Maisanbaufläche entwickelt sich in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich.
Nach den Ergebnissen der Kleffmann-Umfrage schränken die Landwirte in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein 2019 den Maisanbau im Vergleich zu 2018 etwas ein. Dagegen werden in Bayern und Niedersachsen, das sind die Bundesländer mit der größten deutschen Maisanbaufläche, die Erzeuger voraussichtlich etwas mehr Mais aussäen. Einen deutlicheren Zuwachs haben die Marktforscher in den östlichen Bundesländern ermittelt, wo 2018 extreme Futterlücken entstanden waren. In Sachsen und Sachsen-Anhalt soll der Maisanbau zweistellig wachsen, in Thüringen und Brandenburg sind es etwa 8 Prozent mehr.

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