Das Statistikamt in Sachsen-Anhalt errechnet jährlich den Wert von landwirtschaftlichen Grundstücken. Der Durchschnittspreis je Hektar stieg 2017 kräfig an.

Im Jahr 2017 wechselten bei 3.418 Verkäufen landwirtschaftliche Grundstücke den Eigentümer. Dabei handelte es sich um reine Flächenverkäufe (ohne Gebäude und ohne Inventar). Die Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN), die veräußert wurde, betrug 1.142 ha. Die dabei realisierte Kaufsumme betrug 204,6 Mio. €, es ergab sich ein Durchschnittspreis von 17.903 €/ha für landwirtschaftliche Grundstücke.

Die Anzahl der Verkäufe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent, die veräußerte Fläche um 3,0 Prozent. Der Durchschnittspreis lag 2.285 €/ha höher als 2016.
Fast die Hälfte der verkauften Flächen (45,6 Prozent) war bis zu einem 1 ha groß. Nur bei 2,0 Prozent der Verkäufe waren die Flächen größer als 20 ha. Die durchschnittliche Größe der verkauften landwirtschaftlichen Grundstücke betrug 3,4 ha wie bereits im Vorjahr.

Den höchsten Durchschnittspreis für landwirtschaftliche Grundstücke gab es mit 31.202 €/ha in Magdeburg (2016: 20.092 €/ha) und den niedrigsten mit 7.483 €/ha (2016: 9.097 €/ha) im Landkreis Wittenberg. Die meisten Verkäufe (471) wurden im Mansfeld-Südharz abgeschlossen. 

Die ermittelten Kaufwerte werden im Wesentlichen durch die natürliche Ertragsfähigkeit des Bodens aufgrund der natürlichen Ertragsbedingungen beeinflusst, wobei die Bodenqualität nicht das alleinige Kriterium der Preisbildung ist.

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