Fleisch

Tierärzte fordern Videoüberwachung


Bild: Pixabay / 3dman_eu

Immer wieder berichten Medien über Tierschutzverstöße in Schlachthöfen. Die Tierärtzliche Vereinigung für Tierschutz fordert ein komplette Videoüberwachung der Schlachtprozesse.

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) fordert den obligatorischen, flächendeckenden Einsatz von Videoüberwachung in allen deutschen Schlachtbetrieben. Der TVT begründet seine Forderung mit Verweis auf die die Bildaufnahmen aus Schlachthöfen, die zwar rechtswidrig aufgenommen wurden, jedoch gravierende Verstöße zeigten. So entstünde beim Verbraucher der Eindruck, dass ein solcher Umgang in Schlachtbetrieben normal sei. Um das Gegenteil zu beweisen, sollte es eine gesetzlich vorgeschriebene Videoüberwachung in deutschen Schlachthöfen geben, so der TVT. In einigen Schlachthöfen gibt es die Überwachung schon. Nun fordert die Vereinigung eine flächendeckende Einführung.

„Dies kann jedoch weder intensive Schulungen der Mitarbeiter noch Kontrollen vor Ort ersetzen“, so Prof. Thomas Blaha, Vorsitzender des TVT. Videoaufzeichnungen würden die Arbeit eines Tierschutzbeauftragten und der Behörden unterstützen. Die Kontrolle wäre auch in Abwesenheit des Kontrolleurs gewährleistet. Im Falle von Vorwürfen könnte man den „Videobeweis“ zu Rate ziehen und die eigene Unschuld nachweisen. Bei der Verdeutlichung der Arbeitsanweisungen gegenüber neuen Arbeitern, besonders mit bestehender Sprachbarriere, wäre Bildmaterial hilfreich.

Der TVT räumt ein, dass einige Zeit nötig wäre, um das Bildmaterial zu sichten. Darüber hinaus wäre eine gewisse Bildqualität erforderlich. Die Technik müsste auch zwingend vor Missbrauch geschützt sein.

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