Der Fleischkonzern Tönnies fährt im umgerüsteten Werk in Meppen die Produktion von Tierfutter hoch. Die neue Tochter Petcura hat auch internationale Märkte im Blick.

Tönnies möchte stärker vom Wachstum bei Tierfutter profitieren: War man bislang lediglich Lieferant von Schlachtnebenprodukten für andere Hersteller, produziert Tönnies mit der neuen Tochter Petcura nun selbst, meldet lz.net. "Wir möchten einen Teil der Wertschöpfung bei diesen Produkten im Haus behalten", sagt Frank Duffe. Der Geschäftsführer der Petcura GmbH ist bei Tönnies seit Jahren für die Bereiche Meat und Ingredients verantwortlich und baut seit vergangenem Jahr mit 50 Mitarbeitern das neue Geschäft auf. 

Werk auf Hunde- und Katzennahrung umgerüstet 

Produziert wird im ehemaligen Hochwald-Fleischwerk in Meppen, das Tönnies 2016 übernommen und mit einem einstelligen Millionenbetrag auf Hunde- und Katzennahrung umgerüstet hat. Der Fokus liege auf hochwertigem Nassfutter und Snacks, die ausschließlich Fleisch enthalten, erklärt Duffe. Die Produkte vertreibt sein Team unter der Marke Petcura. Es fertigt aber auch Eigenmarken für Discount, LEH und Fachhandel.

"Premium-Tiernahrung ist ein großer Trend. Wir können mit einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit punkten", sagt Duffe. Momentan liege die Auslastung bei rund 25 Prozent, die Kapazitäten von bis zu 30.000 t Nassfutter und 7.500 t Snacks wolle man Jahr für Jahr besser ausschöpfen. Damit das gelingt, möchte Duffe die Artikel auch über die Grenzen hinaus vermarkten. "Wir haben Europa im Blick und wollen uns in Kernmärkten wie England oder Frankreich etablieren", kündigt er an. Die internationale Ausrichtung von Tönnies, der Konzern betreibt 16 Auslandsbüros, will Duffe dafür nutzen. 

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