"Sie müssen sich darauf einstellen, dass wir weniger Tiere halten werden", verkündet der Grünen-Politiker Robert Habeck vor rund 400 Teilnehmern auf dem Deutschen Fleisch Kongress in Wiesbaden.
Thomas Fedra
"Sie müssen sich darauf einstellen, dass wir weniger Tiere halten werden", verkündet der Grünen-Politiker Robert Habeck vor rund 400 Teilnehmern auf dem Deutschen Fleisch Kongress in Wiesbaden.

Robert Habeck hat die deutsche Fleischwirtschaft zu einem radikalen Umdenken aufgefordert. Sie soll mehr Qualität liefern.

Wenn die Unternehmen zukunftsfähig bleiben möchten, müssten sie „wegkommen von der Exportorientierung und der rein quantitativen Produktion, hin zu einer wie auch immer gearteten qualitativen Produktion“, sagte der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen vergangene Woche in Wiesbaden auf dem Deutschen Fleisch Kongress der dfv Mediengruppe.


Er wisse um die Widersprüche und Zwänge in der Landwirtschaft, erklärte Habeck. Die Branche müsse Menge produzieren, wenn die Preise nicht mitzögen. Gleichzeitig plädiert er für Veränderungen und zwar in Richtung Schrumpfung: "28 Tage im Kastenstand eingesperrte Sauen, 30 Mastschweine auf 20 Quadratmetern und Schlachtung im Akkord - dieses System muss man aufbrechen." Nur so könne man der Branche Sicherheit für die Zukunft bieten, ist er überzeugt. Die Begründung liegt in der schwindenden Akzeptanz. Wenn in Deutschland die Dünge-Verordnung verschärft werden müsse, weil mehr Fleisch in den Export geht, führe das hierzulande bei den Verbrauchern zu einer geringeren Akzeptanz der Branche. Auch Nebenprodukte sollen nicht ausgeführt werden. "Wenn wir die Tiere schon essen wollen, dann müssen wir sie auch ganz aufessen", erklärt er. "Wir werden in Deutschland und global weniger Tiere haben müssen", lautet Habecks Vision. Weitere Berichte und Bilder finden sich auf fleischwirtschaft.de




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  1. Jürgen Gossel
    Erstellt 29. November 2018 11:23 | Permanent-Link

    Herr Habeck, dann guten Appetit beim Verzehr von Schnauze, Ohren, Schwanz und Pfote!
    Wollen wir dann nicht auch gleich ein Exportverbot für schädliche Abgase produzierende PKWs verrhängen? Deutschlands Wohlstand beruht zu einem großen Teil auf den erfolgreichen Exporten qualitativ hochwertiger Produkte. Zu denen zählen im nicht geringem Maße qualitativ hervorragende Lebensmittel!

  2. Eduard Saakel
    Erstellt 29. November 2018 18:10 | Permanent-Link

    Sehr guter Kommentar!! Dem ist nichts hinzuzufügen. Oder wir schaffen uns weiter ab und kaufen alles aus dem Ausland, dort wird dann auf Tierwohl nicht geschaut, denn dies ist ja weit weg. Unsere heimische Landwirtschaft wird von heute auf morgen mit Füßen getreten.
    Traurig ist dies!

  3. Frank Schumacher
    Erstellt 30. November 2018 10:33 | Permanent-Link

    Da redet mal wieder einer von Dingen die er nicht versteht. Hierbei geht es bloß um Effekthascherei und Ökopopulismus.

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