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Christoph Pahmeyer gewinnt Förderpreis der Agrarwirtschaft

Christoph Pahmeyer ist Gewinner des Förderpreises der Agrarwirtschaft der agrarzeitung 2021.
Foto: FelixHolland.de
Christoph Pahmeyer ist Gewinner des Förderpreises der Agrarwirtschaft der agrarzeitung 2021.
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In einem spannenden Voting ist heute auf dem 2. Digital Summit der agrarzeitung (az) der Förderpreis der Agrarwirtschaft vergeben worden. In der Online-Abstimmung konnte das Publikum zwischen vier Kandidaten wählen.

Der 30-jährige Christoph Pahmeyer hat den Förderpreis der Agrarwirtschaft 2021, der mit 9.000 Euro dotiert ist, heute beim virtuellen Voting auf dem 2. Digital Summit der agrarzeitung (az) erhalten. Die agarzeitung (dfv Mediengruppe) vergibt diese Auszeichnung jährlich an besonders engagierte und innovative junge Talente im Agribusiness. Die Preisverleihung fand am 5. November im Rahmen des Digitalkongresses „Forum agrarzeitung“ statt.

Die Zuschauer des digitalen Events kürten dabei aus vier Favoriten für den Förderpreis den Sieger per Live-Abstimmung. Die Kandidaten präsentierten auf dem Kongress in kurzen „Elevator Pitches“ ihre Projekte. Zuvor hatte eine hochkarätig besetzte Fachjury die Top-Kandidaten ausgewählt.

Forum agrarzeitung: Pahmeyer gewinnt Förderpreis der Agrarwirtschaft



„Ich gratuliere Christoph Pahmeyer sehr herzlich zum Förderpreis der Agrarwirtschaft. Er adressiert mit seinem Projekt konkrete Herausforderungen für Landwirte und bietet dafür eine klare und leicht anwendbare Lösung an“, sagt Stefanie Pionke, Chefredakteurin der agrarzeitung (az). „Die besten Glückwünsche für Christoph Pahmeyer. Das war ein sehr starker Jahrgang“, ergänzt Thomas Wulff, Verlagsleiter Agrarmedien bei der dfv Mediengruppe. „Wir brauchen so innovative Ideen – mehr denn je zuvor. Wir freuen uns, mit großer Unterstützung aus der Branche allen vier Kandidaten durch den Förderpreis der Agrarwirtschaft Aufmerksamkeit zu verschaffen. Allen wünschen wir den denkbar größten Erfolg“.

Per App zur optimalen Fruchtfolge

„Wie viele andere Betriebe hat auch der unsrige in den vergangenen Jahren mit immer mehr Anforderungen und Auflagen kämpfen müssen“, erzählt Landwirtssohn Christoph Pahmeyer. Die Entscheidung, was wo angebaut werden soll, „ist nicht trivial und kostet viel Zeit und Nerven.“ Der gebürtige Ostwestfale arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn.

Um Landwirten bei der Anbau-Entscheidung unter steigenden, regulatorischen Anforderungen zu helfen, hat Pahmeyer eine Web-Anwendung für die Planung der Fruchtfolge entwickelt. Die Applikation mit dem schlichten Titel „Fruchtfolge“ hilft Landwirten dabei, ihre Anbauplanung unter Einhaltung der neuen Düngeverordnung zu optimieren. „Und das in weniger als zehn Minuten“, unterstreicht Pahmeyer.

Zunächst wird ein Account für den eigenen Betrieb angelegt. Mithilfe der ZID-Nummer zur Identifikation des Betriebs werden Daten zu den Flächenanträgen der vergangenen Jahre sowie Preis- und Bodendaten automatisch heruntergeladen und ausgewertet. Die Daten können flexibel für den eigenen Betrieb angepasst werden. Zusätzlich können das Gülleaufkommen und die Flächenanteile für verschiedene Fruchtarten berücksichtigt werden. Die App erstellt anhand der Daten einen wirtschaftlich optimalen Anbauplan sowie die Düngebedarfsermittlung.

Praktischer und klarer Ansatz

Christoph Pahmeyer hat sowohl die Jury als auch das Publikum mit dem praktischen und klaren Ansatz seiner Innovation sowie seinem herausragenden persönlichen Engagement dafür, die Agrarwirtschaft zukunftsfähig aufzustellen, überzeugt. So begründet der 30-jährige seine Idee, Landwirten bei der Fruchtfolge-Entscheidung zu helfen, mit der Erfahrung der steigenden, regulatorischen Anforderungen auf dem elterlichen Betrieb.

Pahmeyer konnte sich bei den Teilnehmern des Digitalkongresses „Forum agrarzeitung“ gegen Felix Schiegg, Jacob Bussmann und Josef Franko durchsetzen. Schiegg war mit Drohnen und Robotern zur Beikrautbekämpfung auf Öko-Grünlandbetrieben ins Rennen gegangen, Bussmann mit dem Unternehmen SeedForward für Produkte zur biobasierten Saatgutbehandlung und Franko mit dem Mehrzweck-Feldroboter ETAROB.

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