Gudrun Plesch

Eine gute Nachricht: Niedersächsische Landwirte, die mehr für Naturschutz im Dauergrünland tun, sollen dafür entlohnt werden. Den entsprechenden Entwurf für eine Verordnung dürfen nun Verbände bewerten.

Landwirte, die Auflagen aus der europäischen Vogelschutzrichtlinie sowie der FFH (Fauna Flora Habitat)-Richtlinie auf ihren Flächen umsetzen, sollen nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung Ausgleichszahlungen bekommen. Den Entwurf für eine  „Erschwernis-Ausgleichs-Verordnung“, die für Dauergrünland gilt, hat die niedersächsische Landesregierung in dieser Woche zur Verbändeanhörung freigegeben.

Ziel sei es, ein „zusammenhängendes Schutzgebiet“ („Natur 2000) aufzubauen, teilt die Landesregierung mit. Wer das Dauergrünland in niedersächsischen Nationalparks, Naturschutzgebieten und im Gebiet „Niedersächsische Elbtalaue“ entsprechend unter „erschwerten“ Bedingungen bewirtschaftet, soll einen finanziellen Ausgleich erhalten. Für die Förderung müssen Landwirte eine „Schlagkartei“ als Nachweis führen, teilt die Landesregierung mit.

Darüber hinaus soll die Höhe der Zahlungen gemessen am Grad der Einschränkung für den Produktionsablauf im Dauergrünland unterschiedlich hoch ausfallen. Grundlage hierfür soll die Punktwert-Tabelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sein. Als einschränkend für den Produktionsablauf nennt die Landesregierung beispielsweise vorgegebene Mahd-Termine oder eine reduzierte Düngemenge.

Die Verordnung soll rückwirkend zum Januar 2019 in Kraft treten und fünf Jahre gelten. Nach der Verbandsbeteiligung sollen die Stellungnahmen bewertet und gegebenenfalls in die Verordnung einbezogen werden, so die Landesregierung.

Themen:
Naturschutz

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