Wo gibt es welche Insekten und wenn ja wieviele? Das sind Fragen, denen das LANUV drei Jahre lang nachgehen wird.
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Wo gibt es welche Insekten und wenn ja wieviele? Das sind Fragen, denen das LANUV drei Jahre lang nachgehen wird.

Das Nordrhein-Westfalen startet ein landesweites Monitoring, um mehr über den Zustand der Insektenpopulation zu erfahren. Die verwendete Methode soll landesübergreifend Gültigkeit haben.

"Der Insektenrückgang hat auch vor Nordrhein-Westfalen nicht Halt gemacht", sagte die nordrhein-westfälische Landwirtschafts- und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) in dieser Woche zum Start des Forschungsprojekts "Rückgang von Insekten". Gemeinsam mit der Universität Osnabrück will das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) in den kommenden drei Jahren die Grundlagen für ein landesweites Monitoring schaffen. Hierfür sollen Zustand und Entwicklung der Insektenvielfalt nach einem einheitlichen Standard - beispielsweise anhand ausgewählter Artengruppen - dauerhaft erfasst werden.

Tagfalter und Heuschrecken als erstes unter der Lupe

Zwar seien etliche Rückgangsursachen bekannt, sagte Heinen-Esser. Andere lägen jedoch noch im Dunkeln. "Wir möchten gerne wissen, welche Artengruppen wie stark betroffen sind, ob es Unterschiede in verschiedenen Lebensräumen gibt und ob die Auswirkungen regional unterschiedlich sind", so Heinen-Esser weiter.
Von den 25.000 Insektenarten, die in Nordrhein-Westfalen vorkommen, werden als erste Tagfalter und Heuschrecken unter die Lupe genommen. Diese seien eng an ihre Lebensräume angepasst und damit sehr gute Indikatoren für die Vielfalt an Lebensräumen und die Intensität der Landnutzung, erläutert Prof. Thomas Fartmann, Projektleiter an der Universität Osnabrück.


Das LANUV fördert das Projekt mit 480.000 €. Für die Erhebungs-Methoden werden die Empfehlungen vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) berücksichtigt, um das Insektenmonitoring zwischen Bund und Ländern zu harmonisieren, teilt das Ministerium mit.




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