Frei lesbar: Agrarpaket

Aeikens verurteilt Blockadehaltung

Aeikens verteidigt das Agrarpaket der Bundesregierung.
Foto: Hornfischer
Aeikens verteidigt das Agrarpaket der Bundesregierung.

Das Landvolk Niedersachsen macht seit Wochen gegen das Agrarpaket des Bundes Stimmung. In einem offenen Brief wehrt sich das Agrarministerium gegen die Vorwürfe.

In einem Brief, der der Redaktion vorliegt, hat sich der scheidende Staatssekretär Hermann Onko Aeikens an den Präsidenten des Landvolks, Albert Schulte to Brinke, gewandt. Schulte to Brinke hatte wiederholt gegen das Agrarpaket des Bundes gewettert und es öffentlich als „Anti-Agrargesetz“ gebrandmarkt. Aeikens widerspricht dem Landvolkpräsidenten. Die Kritik sei zu allgemein gehalten und solle nur zur Verunsicherung der niedersächsischen Bauernfamilien führen.

Aeikens verteidigt in seinem Schreiben die Aktivitäten des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) für das Tierwohlkennzeichen, den Insektenschutz, die EU-Nitratrichtlinie oder die Änderung des Direktzahlungen-Durchführungsgesetz. Es gehe um die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft und die wachsenden Ansprüche der Gesellschaft. Keine der aktuellen Herausforderungen ließen sich durch bloßes Abwarten beherrschen.

„Niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass die Landwirtschaft die gesellschaftliche Debatte um diese Herausforderungen durch eine Blockadehaltung gewinnen kann," schreibt der Staatssekretär und fährt fort: „Im Gegenteil, die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft steht und fällt mit der Akzeptanz ihrer Wirtschaftsweise und mit der Frage, wie konstruktiv sie an der Bewältigung der Herausforderungen mitarbeitet." Aeikens macht in seinem Schreiben klar, dass es ohne das Agrarpaket auch keine langfristigen Zuwendungen mit „erheblichen Steuermitteln" gäbe. Das Paket sei notwendig, um die Akzeptanz der Gesellschaft für die Landwirtschaft zu finden, die sie verdient habe.


Nötig sei ein Berufsstand, der bereit sei, Impulse aufzugreifen und zum Wohle der Betriebe in die Praxis zu tragen. Aeikens zeigte sich sicher, dass große Teile des Berufsstandes sehr wohl bereit seien, aktuelle und künftige Herausforderungen und gesellschaftliche Erwartungen konstruktiv anzugehen.

3 Kommentare

  1. Nils Oberer
    Erstellt 18. Oktober 2019 21:52 | Permanent-Link

    Nichts anderes hat 2019 Jahre im Einklang mit Natur und Umwelt funktioniert.
    Jetzt nicht mehr!?!?
    Es steht außer Frage, dass die "Gesellschaft" und Ihre "Meinungsmacher" die auf Irrwegen ist.

  2. Heinrich Rauert
    Erstellt 18. Oktober 2019 23:15 | Permanent-Link

    Herr Aeikens, als starker Befürworter des DBV, hat leider die Versäumnisse in der Vergangenheit mit zu verantworten. Und wird jetzt, kurz vor seinem Ruhestand, als Bauernopfer den wütenden Landwirten geopfert. Seines Ruhestandes Gehalt wir es ausgleichen.

  3. Dieter Hagedorn
    Erstellt 22. Oktober 2019 11:40 | Permanent-Link

    Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Planungssicherheit -dies wünschen wir Landwirte.
    Leider haben wir den Eeindruck das Politik ein Getriebener dr Meinungsmache ist und kein verlässlicher Wegbereiter.

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