Frei lesbar: Schweinehaltung

Lieber Teil der Lösung als des Problems

Nachhaltig erzeugtes Schweinefleisch ist ein Wachstummarkt, meinen Experten bei Danish Crown.
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Nachhaltig erzeugtes Schweinefleisch ist ein Wachstummarkt, meinen Experten bei Danish Crown.

Zum Klimaschutz haben sich die dänischen Schweinefleischerzeuger feste Ziele gesteckt: Bis 2030 wollen sie ihre Treibhausgas-Emissionen halbieren, ab 2050 soll die Branche komplett klimaneutral arbeiten.

Als sich Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin vorstellte, entwarf sie eine Vision: Die Europäische Union soll bis 2050 klimaneutral sein, bis 2030 soll die Gemeinschaft ihre Treibhausgas-Emissionen um mindestens 50 Prozent reduzieren. Das entspricht ziemlich genau dem Fahrplan, den sich auch die dänische Land- und Ernährungswirtschaft vorgenommen hat.

Die Klimaveränderungen sind inzwischen allgegenwärtig, der Druck der jungen Generationen auf Politik und Wirtschaft steigt. Es ist an der Zeit zu handeln. Diese Verantwortung spüren auch die Landwirte und Lebensmittelerzeuger in Dänemark. Zusammengeschlossen im Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft (Landbrug & Fødevarer, L&F), haben alle beteiligten Sektoren daher bereits im Frühjahr 2019 ihr Bekenntnis abgeliefert. Ihre Ziele stehen im Einklang mit den UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung.

Klima schonen und alle satt machen

Nun könnte man denken: Weniger Fleisch zu produzieren ist der beste Umweltschutz. Das würde aber an den Realitäten vorbei zielen. Schließlich erwarten wir für das Jahr 2050 10 Milliarden Menschen auf der Erde. Und in den sich entwickelnden Volkswirtschaften wird der Fleischkonsum erst mal steigen, so viel ist sicher. Folglich wollen die Dänen ihre Ziele mit mindestens gleichem Produktionsvolumen erreichen. Es sei doch sinnlos, die Erzeugung von Schweinefleisch einzuschränken und sie somit anderen, weniger klimaeffizienten Ländern zu überlassen, unterstreicht Anne Lawaetz Arhnung, CEO des dänischen Fachverbands: "Deshalb wollen wir für den globalen Klimaschutz wegweisende Lösungen entwickeln und die Nahrungsmittelproduktion vom Landwirt bis zur Ladentheke klimaneutral gestalten."

Dieser Aufgabe stellt sich auch Danish Crown, nach eigenen Worten der größte Exporteur von Schweinefleisch der Welt und der größte Produzent von Schweinefleisch in Europa. Aus diesem Größenanspruch erwächst für die Konzernspitze in Randers gleichzeitig der Anspruch, Vorreiter der Branche zu sein.

Landwirtschaft ist der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit

Als Genossenschaft und damit auch als ureigenstes Unternehmen der Landwirte wollen und müssen alle mitziehen, wenn es um eine nachhaltige Ausrichtung der Höfe und ihres Konzerns geht. "Wir sind der Überzeugung, dass sich ein enormer Markt für nachhaltiges Fleisch auftun wird. Diesen Markt möchten wir gewinnen", verdeutlicht Danish Crowns CEO Jais Valeur zugleich die wirtschaftliche Komponente des Engagements.

Dies ist die gekürzte Version eines Artikels aus der Agrarzeitung 41/2019, Seite 08. Wenn Sie den gesamten Text lesen möchten, können Sie ein vierwöchiges kostenloses Probeabo für die Agrarzeitung und agrarzeitung.de abschließen. Abonnenten finden den kompletten Artikel hier: Jetzt im E-Paper lesen

1 Kommentar

  1. Schneider Michael
    Erstellt 17. Oktober 2019 07:54 | Permanent-Link

    Danke für den tollen Artikel! Ich ernähre meine Schweine mit Gras, Wasser, Getreide und werde von unzähligen Agrarfütterungsforschern nachgeahmt, aber ohne brauchbaren Erfolg. Die Schweine fühlen sich damit sehr wohl und zeigen es mir mit Topzunahmen.

    Und diese Ration noch mit fermentierten Futtermitteln: da sparen wir nicht nur den Sojainput, sondern auch noch über 100.000 Hektar Futterfläche für die BRD Schweineproduktion. Die Zahlen sind aus den erbrachten Zahlen von Schaumann gerechnet.
    Wünsche noch einen schönen Tag.

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