Fristverlängerung

Auch AbL fordert mehr Zeit bei Ferkelkastration


Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) plädiert für eine Verlängerung der Frist zum Entfall der betäubungslosen Ferkelkastration um ein Jahr. Sie kritisiert die Politik scharf.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) sowie die Ministerien der Länder hätten bis heute keine Klarheit geschaffen, welche alternativen Verfahren als Ersatz für die betäubungslose Ferkelekastration "als wirksam schmerzausschaltend und arzneimittelrechtlich zugelassen anerkannt werden", heißt es in einer aktuellen Stellungnahme der AbL. "Die Betriebe sehenden Auges in diese Situation laufen zu lassen ist unverantwortlich und grenzt an Politikversagen", kritisiert die Organisation.

Daher sei es dringend erforderlich, eine qualifizierte und konditionierte Verlängerung der Frist um ein Jahr auf den 1. Januar 2010 einzuräumen, so der Appell. Gleichzeitig müsse dringend Rechtssicherheit hergestellt werden über die Verfahren, welche den Anforderungen des Tierschutzgesetzes sowie des Arzneimittel- und Veterinärrechts entsprechen. Daher fordere die AbL die Bundesländer, in der Bundesratssitzung am kommenden Freitag dazu auf, keiner langen und bloßen Fristverlängerung, stattdessen jedoch für eine Verlängerung um ein Jahr, zuzustimmen.  

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