Düngung

Niedrige Nmin-Werte im Boden


Nicht befahrbar sind Maisstoppelfelder in der Nähe von Diepholz.
Foto: Elfrich
Nicht befahrbar sind Maisstoppelfelder in der Nähe von Diepholz.

Ab Donnerstag, 1. Februar, kann wieder gedüngt werden. Dann endet  die Sperrfrist für die Ausbringung von Gülle und Mineraldünger. Viele Felder stehen jedoch unter Wasser.

Landwirte, deren Güllefässer, wie im Westen und Norden Deutschlands überlaufen, sehnen den 1. Februar herbei. Dann können sie die Gülle ausbringen, da die Sperrfrist endet. Jedoch könnte das Vorhaben an den nassen Feldern scheitern. Denn die Düngeverordnung verbietet eine Aufbringung von Wirtschaftsdüngern auf wassergesättigten Böden.

Damit verzögert sich die Ausbringung weiter, denn für diese Woche sind erneute Regenfälle angekündigt. Von Bodenfrösten ist derzeit keine Rede. Hier wäre eine Düngung möglich, wenn die gefrorenen Böden im Tagesverlauf auftauen. Auch die Aussaatpläne von Sommergetreide geraten durch die Regenfälle weiter durcheinander.

Chancen auf Sandböden am besten

Möglich könnte eine Aufbringung auf Sandböden sein,  wie regional in Weser-Ems. Sie haben die größte Chance, dass bei den milden Temperaturen, die Böden abtrocknen.

Groß ist jetzt die Gefahr von Spätfrösten, denn die Pflanzen laufen bei Temperaturen über 10 Grad Celsius zügig auf. 

Aufgrund der vielen Niederschläge und der ausgefallenen Herbstdüngung erwarten Berater niedrige N-min-Werte in den Böden. Aber auch alle anderen Nährstoffe wie Kali, Mangan und Schwefel und Phosphat werden benötigt. Der Regen hat die Nährstoffe in tiefere Bodenschichten und damit nicht pflanzenverfügbar verlagert. Wenig Nährstoffe sind damit im durchwurzelbaren Bereich festzustellen. Die Wurzelbildung wird als gering beschrieben.

stats