Die Saaten-Union sieht in der Schweinemast Vorteile der Roggenfütterung.
Foto: Saaten-Union
Die Saaten-Union sieht in der Schweinemast Vorteile der Roggenfütterung.

Die britische Universität Leeds vergleicht in einem Fütterungsversuch Roggen mit anderen Getreidearten. Untersucht werden Kosten und Nutzen in der Schweinemast.

Roggen ist in Deutschland die einzige Wintergetreideart, die zur Ernte 2020 eine steigende Anbaufläche aufweist. Die Saaten-Union weist deswegen auf Chancen hin, die sich in der Schweinefütterung ergeben. Um aussagekräftige Ergebnisse über die Futtereigenschaften zu erhalten, unterstützt das Unternehmen das „MyRye“-Forschungsprojekt.

Zurzeit führt die Universität Leeds ein 6-monatiges Forschungsprojekt durch. Die Hochschule zählt nach Angaben der Saaten-Union zu den führenden Standorten für Forschungen zu Ernährung, Verhalten, Tierwohl und Produktionssystemen von Schweinen. Begleitet wird das Projekt von Helen Miller, Professorin für Tierbiowissenschaften.

Bei diesem groß angelegten Forschungsprojekt werden unterschiedliche Fütterungsregime von 0 bis 100 Prozent Roggen in der Endmast durchgeführt. Eine Messgröße sind die Stickstoff- und Phosphorausscheidungen, die bei Roggenfütterung in der Gülle landen. Die Daten sollen nachweisen, dass Roggen zur Absenkung dieser Werte beitragen kann. Außerdem untersuchen die Wissenschaftler die besonderen Inhaltsstoffe des Roggens mit positivem Einfluss auf die Darmgesundheit. Am Ende kommt es zur ökonomischen Bewertung des Roggeneinsatzes bezogen auf den Futterwert. Die Ergebnisse werden Anfang Mai erwartet.

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