Futterknappheit

Weitere Länder geben Vorrangflächen frei


Bild: Baumeister

Nun geben auch Niedersachsen, Bayern und Rheinland-Pfalz die ökologischen Vorrangflächen zur Nutzung frei. Damit reagieren weitere Länder auf den aktuellen Futterengpass für Weidetiere.

Nach Schleswig Holstein, Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern kippen nun auch Niedersachen, Bayern und Rheinland Pfalz den besonderen Schutz der ökologischen Vorrangflächen. Landwirtschaftsminister in Rheinland Pfalz, Volker Wissing, begründete den Schritt mit dem Futterengpass bei tierhaltenden Betrieben. Im Gegensatz zu vielen ostdeutschen Ländern, die unter Trockenheit leiden, hatte Rheinland-Pfalz mit besonders starken Niederschlägen nach Unwettern zu kämpfen. Selbst einige Dauergrünlandflächen seien derzeit kaum nutzbar, heißt es aus Mainz. Die Regelung gilt in elf Landkreisen und drei Gemeinden. Landwirte, die über das Greening ökologische Vorrangflächen ausgewiesen haben, dürfen sie ab dem 16. Juli zu Futterzwecken nutzen.

Vorher mit dem Amt absprechen

Auch in Bayern gibt es durch Trockenheit und „massive Hagelschäden“ in einigen Regionen Engpässe in der Futterversorgung. Deswegen dürfen Betriebe in 8 Landkreisen die Ökologischen Vorrangflächen zur Futtergewinnung nehmen. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe dürfen Bauern das Futter auch an Dritte weitergeben. Bei Flächen, für die Agrarumweltmaßnahmen beantragt wurden, sollten sich Bauern vorher mit dem zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten absprechen. In den stark betroffenen Landkreisen ist kein weiterer Antrag nötig. In Einzelfällen ist ein schriftlicher Sonderantrag nötig.


Niedersachsen schließt sich den Maßnahmen an. Allerdings gilt ab dem 16. Juli für ganz Niedersachsen die Ausnahmeregelung. Es wird auch kein besonderer Antrag nötig sein. In ganz Mecklenburg-Vorpommern ist die Mahd ab dem 1. Juli ebenfalls ohne besonderen Antrag erlaubt.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats