Futtermittelverband

EU braucht mehr US-Soja

Die Vereinbarungen von Washington kommen der Agrarbranche zu Gute, lobt Fefac-Präsident Nick Major. Der EU-Futtermittelverband hält zusätzliche Sojaeinfuhren aus den USA für notwendig.

Allein die mäßige Getreideernte im Nordosten der EU sorge für verstärkte Futtermitteleinfuhren in die EU, teilt Major mit. Die Sojaimporte hätten inzwischen ein sehr niedriges Niveau erreicht und sollten wieder verstärkt werden. Allerdings warnt der Verband vor neuen nicht-tarifären Handelshemmnissen. Wenn die EU mit dem jüngsten Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Gentechnik die Auflagen für moderne Züchtungsverfahren erhöhe, seien neue Handelskonflikte abzusehen, warnt Major.

Die EU-Kommission betonte nach dem Juncker-Trump-Treffen, sie werde nach den Zugeständnissen in Washington die Agrar- und Lebensmittelstandards der EU nicht im Sinne der USA abändern. Allerdings bleibt die EU-Kommission eine Antwort schuldig, wie sie die Einfuhr von Soja aus den USA fördern möchte. Sicher ist nur, dass sich die EU wegen der geplanten Verhandlungen mit weiteren Strafzöllen auf US-Erzeugnisse zurückhalten wird. Immerhin standen auf einer weiteren Liste der EU mit möglichen Strafzöllen zahlreiche amerikanische Agrarprodukte, darunter auch Soja. Diese Liste wird jetzt erst einmal Tief in den Schubladen der Generaldirektion für Handel der EU-Kommission verschwinden.

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