G7-Gipfel

Umweltverbände machen Druck


Bundeskanzlerin Merkel soll auf dem G7-Gipfel im französischen Biarritz den Artenschutz „zur Chefsache machen“, und sich gemeinsam mit den anderen Regierungschefs für eine Wende in der Landwirtschaft einsetzen und „schädliche Subventionen“ abschaffen. Das fordern NABU, BUND, Greenpeace und weitere Umweltverbände unisono.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll auf dem Gipfel der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) eine französische Initiative zum Schutz der Artenvielfalt unterstützen. Das fordern die Naturschutzverbände NABU, BUND, Deutscher Naturschutzring (DNR), das Forum Umwelt & Entwicklung, Greenpeace und der WWF Deutschland einen Tag bevor der G7-Gipfel im französischen Biarritz beginnt. Auf dem Spitzentreffen, das von Samstag bis Montag stattfindet, sollen die G7-Regierungschefs den Naturschützern zufolge eine von Frankreich im Frühjahr 2018 initiierte Erklärung der G7-Umweltminister zum Stopp des Artenschutzes, die sogenannte Charta von Metz zur biologischen Vielfalt, unterstützen.

Im Detail fordern die Umweltverbände ein neues internationales Abkommen für eine „Wende in der Wirtschaftspolitik“ hin zu einer „natur- und klimaschonenden Land-, Waldwirtschaft und Fischerei“. Dazu zähle die „rasche Abschaffung aller naturschädlichen Subventionen ebenso wie die Etablierung positiver Anreize zur Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen“, stellen die Verbände fest. In der laufenden Diskussion um die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 ist die Abschaffung der Direktzahlungen in der 1. Säule der GAP zugunsten der Umwelt- und Naturschutzprogramme in der 2. Säule eine Kernforderung von Umweltschützern.

30 Prozent der Landfläche als Schutzgebiete

Zudem sollen 30 Prozent der Land- und Meeresfläche bis zum Jahr 2030 „für den Erhalt der Natur geschützt werden“. Dazu sollen die G7-Staaten ihre Investitionen in den Naturschutz deutlich erhöhen. Für Deutschland heißt das nach Vorstellung der Umweltschützer: „Bund und Länder müssen ihre Ausgaben für den  Schutz von Arten und Lebensräumen von derzeit gut 500 Millionen Euro auf mindestens 1,4 Milliarden Euro jährlich steigern.“

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