GAP 2020

Hogan will Greening abschaffen

Phil Hogan
EU-Kommission
Phil Hogan

Die Landwirtschaft soll umwelt- und klimafreundlicher werden. Dazu sollen die heutigen Instrumente der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gründlich überarbeitet werden. Die EU-Kommission stellt ihr Konzept für die Reform der GAP vor.

Das Greening habe keinen zufriedengestellt, erklärte EU-Agrarkommissar Phil Hogan am Mittwoch. Der Agrarsektor kritisiere vor allem den hohen Verwaltungsaufwand. Außerdem seien dieselben Umweltauflagen von Finnland bis Griechenland im heutigen System zum Scheitern verurteilt, betonte Hogan.

Die EU-Kommission will zukünftig nur noch einheitliche Ziele für den Umwelt- und Klimaschutz definieren. „Aus der Festlegung von Mindestbreiten von einzelnen Blühstreifen und Hecken werden wir uns raushalten“, verkündete der EU-Agrarkommissar. Anschließend bekommen die einzelnen EU-Mitgliedstaaten die Aufgabe, mit nationalen Plänen die Ziele der EU umzusetzen. Das können Maßnahmen sein, die flächendeckend an den Erhalt der Direktzahlungen geknüpft werden. Es kann aber auch ein Ausbau der freiwilligen Agrarumweltprogramme in der 2. Säule der GAP bedeuten.

Obergrenzen sollen kommen

Die EU-Kommission erhofft sich davon einen Abbau der Bürokratie und gleichzeitig wirksamere Maßnahmen für eine umweltfreundliche Landwirtschaft. Der größere Spielraum für die EU-Mitgliedstaaten schwäche den gemeinsamen EU-Binnenmarkt keinesfalls, stellte Hogan klar. Schließlich gebe die EU für alle verbindliche Umwelt- und Klimaziele vor.

Weiterhin will die EU-Kommission ab 2020 eine Obergrenze für Direktzahlungen in Großbetrieben einführen. Über die Höhe der Obergrenze möchte sie aber erst sprechen, wenn die EU-Kommission einen Vorschlag für die mehrjährige finanzielle Vorausschau (MFF) geliefert hat. Diese wird im Mai 2018 erwartet. 

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