GAP-Reform

DBB lehnt EU-Vorschlag ab

Begeisterung stellt sich beim Deutschen Bauernbund über die aktuellen Reformpläne der EU für die GAP nicht ein. Besonders für Betriebe im Osten befürchtet man Nachteile.

Der Deutsche Bauernbund (DBB) lehnt den Vorschlag der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab. Das Modell bedeute besonders für kleine Bauern eine deutliche Kürzung der Fördergelder. Der Präsident des Bauernbundes Sachsen-Anhalt, Jochen Dettmer, sagte gegenüber agrarzeitung.de, dem Vorschlag fehle die sozial- und strukturpolitische Komponente. Der ländliche Strukturwandel würde sich dadurch weiter beschleunigen. Auch mit dem Gedanken, den Agrarhaushalt um 5 Prozent zu kürzen und gleichzeitig auf die Greening-Regelung zu verzichten, kann sich der Bauernbund aus den östlichen Bundesländern nicht anfreunden. Eine solche Regelung wäre für die gesamtdeutsche Landwirtschaft, besonders jedoch für Betriebe im Osten, wirtschaftlich nicht machbar.

Stattdessen wirbt der DBB für seinen eigenen Vorschlag. Nach der Vision des Verbandes soll die Degression auf 150.000 € begrenzt werden und die Kappung ab 270.000 € einsetzen. So würde die Flächenprämie von 260 €/ha ab einer Größe von 570 ha, beziehungsweise ab 1.030 ha greifen.

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