GAP-Reform

EU-Rechnungshof attackiert Großbetriebe


Zweifel an der effizienten Verwendung des Agrarbudgets äußert der Europäische Rechnungshof in Luxemburg.
Foto: EuRH
Zweifel an der effizienten Verwendung des Agrarbudgets äußert der Europäische Rechnungshof in Luxemburg.

Der EU-Rechnungshof schaltet sich in die agrarpolitische Debatte ein. Behördenpräsident Klaus-Heiner Lehne fordert eine Korrektur zu Gunsten von kleinen Betrieben.

Die Agrarförderung müsse sehr viel mehr auf kleine und mittlere Betriebe konzentriert werden, erklärte Lehne in einem Interview mit der Funke Mediengruppe. Großbetriebe erfüllten nicht mehr die Aufgabe der Landschaftspflege, meint der Rechnungshofpräsident und stellt damit deren Förderung durch die GAP in Frage. Es sei eine Agrarindustrie entstanden, die für die Umwelt schädlich sei und deren Folgen durch Programme im Rahmen der Agrarpolitik dann wieder ausgeglichen werden müssten. Der Rechnungshof habe deshalb seine Zweifel, ob das EU-Agrarbudget effizient verwendet werde. Lehne fordert für die anstehende GAP-Reform Kappungsgrenzen für die Zahlungen an Großbetriebe.


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  1. Wolfgang Dipl.agr.ing. Grübler
    Erstellt 26. September 2018 16:41 | Permanent-Link

    Herr Lehne gehört abgelöst. Es steht ihm keine politische Meinung öffentlich zu. Er hat nur ökonomisch zu prüfen.

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