GAP-Reform

Vorschlag für mehr gekoppelte Zahlungen


Die EU-Mitgliedstaaten sollen mit ihren Direktzahlungen stärker Einfluss auf die Produktion nehmen dürfen. Das sieht die rumänische EU-Ratspräsidentschaft in einem Entwurf für eine gemeinsame Position der EU-Mitgliedstaaten vor.

Im Entwurf der EU-Ratspräsidentschaft wird der Höchstsatz an gekoppelten Direktzahlungen auf 13 Prozent erweitert, zuzüglich zwei Prozent für die Förderung von Eiweißpflanzen. Die EU-Kommission hatte lediglich zehn plus zwei Prozent für die gekoppelten Zahlungen vorgesehen. Deutsche Erzeuger kritisieren die gezielten Subventionen für den Zuckerrübenanbau in Italien und Polen. Sie würden den Wettbewerb verzerren. Weiterhin wollen die Rumänen es den EU-Mitgliedstaaten überlassen, ob sie von einer Obergrenze für die Direktzahlungen die Löhne abziehen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte den Lohnabzug kürzlich als zu bürokratisch kritisiert. Öko-Regelungen sollen nach dem rumänischen Papier nicht in die Kappung der Direktzahlungen einbezogen werden. Die Obergrenze selbst für die Direktzahlungen bleibt in der Position der EU-Agrarminister ausgeklammert, da die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel über die Stützung von Großbetrieben entscheiden werden. Schließlich müssen im Entwurf Landwirte keine Nährstoffbilanzen mehr erstellen um Direktzahlungen zu erhalten. Im kommenden EU-Agrarrat am 18. Juni 2019 strebt die Präsidentschaft eine gemeinsame Position der EU-Mitgliedstaaten zu GAP-Reform an.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats