EU-Agrarministerrat

Polen will Dürrehilfe beantragen

Die EU-Mitgliedstaaten werden am kommenden Montag die Debatte über die GAP-Reform fortführen. Österreich legt den Akzent auf Bürokratieabbau, Polen thematisiert die Trockenheit.

Zwei Kernfragen sollen die Reformdebatte am Montagvormittag im EU-Agrarministerrat bestimmen: Die Minister sollen beurteilen, ob die Kommissionsvorschläge für eine ausreichende Vereinfachung der Agrarpolitik sorgen. Wenn sie Mängel sehen, sollen die Minister Beispiele für einen Bürokratieabbau nennen. Außerdem sollen die Minister erklären, wie durch zunehmende nationale Kompetenzen die Verwaltung erleichtert werden kann.

Vor der Reformdebatte wird Österreich sein Präsidentschaftsprogramm für das nächste halbe Jahr vorstellen. Polen plant, die Trockenheit anzusprechen und außergewöhnliche Hilfsmaßnahmen für seine Landwirte zu beantragen. Als Sofortmaßnahme fordert Agrarminister Jan Krzysztof Ardanowski, dass in Polen die ökologischen Vorrangflächen für Futterzwecke freigegeben werden.

Für die Maisbestände wird es in Polen jetzt auch kritisch.
Foto: Agrarministerium Warschau
Für die Maisbestände wird es in Polen jetzt auch kritisch.

Zahlreiche Länder plädieren auf Vereinfachung

Die baltischen und skandinavischen Minister werden am Montag eine Vereinfachung der GAP anregen. Die Basisprämien sollen nach ihrer Vorstellung an Bedingungen geknüpft sein, die überall in der EU zum Schutz der Umwelt beitragen. 

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