Geflügelimporte

EP für Lückenschluss mit der Ukraine


Den sprunghaft ansteigenden Einfuhren aus dem Land will die EU einen Riegel vorschieben. Die Menge soll durch ein zollfreies Einfuhrkontingent begrenzt werden.

Die Ukraine hat eine Lücke im Handelsabkommen mit der EU gefunden und bestimmte Schnitte in großen Mengen zollfrei in die EU geliefert. Vor allem handelt es sich um Brustfleisch mit einem Stück vom Flügelknochen (batman cut), der nach dem Import entfernt wird. Im Frühjahr wurde nachverhandelt und der Ukraine eine Einfuhrquote über 50.000 t im Jahr zugestanden. Jetzt sprachen sich auch die meisten Abgeordneten im Agrarausschuss des Europaparlaments (EP) für diese Regelung aus. Die Abstimmung steht noch aus. Allerdings wurden auch einzelne Bedenken geäußert.

Einige Europaparlamentarier wollen trotz des Einfuhrkontingents noch eine Schutzklausel einführen, um die EU-Geflügelproduzenten vor Billigimporten aus der Ukraine zu schützen. Abgeordnete der Fraktion „Identität und Demokratie“ lehnen das Zugeständnis ab. John Clarke von der EU-Kommission meint, die Lücke im Importregime mit der Ukraine müsse geschlossen werden. 50.000 t an zusätzlichem Geflügelfleisch seien nicht wenig, aber die Menge sei bei Gesamtimporten der EU von 800.000 t und Exporten von 1,7 Mio. t vertretbar. Zudem werde die Ukraine in den kommenden Jahren alle Veterinär- und Tierschutzstandards der EU für die Erzeugung von Geflügelfleisch übernehmen, sodass ein fairer Wettbewerb zukünftig gewährleistet sei.

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  1. Ulm
    Erstellt 8. Oktober 2019 21:47 | Permanent-Link

    Das EP sollte auch an die großen Mengen Mais denken, die ungehindert in die EU kommen.

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