Gemeinsame europäische Agrarpolitik

Verbände dringen auf fairen Wettbewerb

Der DBV und BÖLW fordern gemeinsam eine "starke gemeinsame europäische Agrarpolitik". Die beiden Verbände wollen zudem seitens der Politik einen verlässlichen Rahmen für fairen Wettbewerb.


Daher forderten sie EU-Parlament und -Mitgliedstaaten in einen gemeinsamen Schreiben auf, mit der GAP einen verlässlichen Rahmen für einen fairen Wettbewerb zu setzen, der die Landwirtschaft stärkt und dafür sorgt, dass Europas Ziele bei Klimaschutz, Biodiversität, Gewässerschutz und der Tierhaltung erreicht werden können. Es gelte, nach 2020 ein stabiles GAP-Budget sicherzustellen und die Agrarumweltprogramme der GAP zu stärken. Auch die Unterstützung der biologischen Landwirtschaft müsse künftig verlässlich gewährleistet werden. "Freiwillige Leistungen der Landwirte für mehr Klima-, Umwelt- und Tierschutz müssen künftig um eine Anreizkomponente ergänzt werden, sodass sie wirksam zum Einkommen der Bauern beitragen", betonten DBV und BÖLW in ihrer gemeinsamen Mitteilung gestern. 

Einig sind sich die beiden Verbände auch darin, dass die europäische Agrarpolitik einer grundlegenden Vereinfachung bedarf. Die vorgesehene stärkere nationale Verantwortung bei Umsetzung und Administration erfordert klare europäische Leitplanken, um Wettbewerbsverzerrungen und ein Auseinanderlaufen der Standards für Umweltleistungen zu vermeiden. "Die Ausgestaltung von Umweltleistungen sollte mit einem EU-weit verbindlichen Rahmen definiert und an regionale Gegebenheiten angepasst werden können", so DBV und BÖLW. 

Vor dem Hintergrund der diesjährigen Dürre sprechen sich die beiden Verbände dafür aus, Landwirte in ihren Bemühungen zu unterstützen, Treibhausgasemissionen zu mindern, mehr klimaschädliches CO2 im Boden-Humus zu binden sowie ihre Bewirtschaftungskonzepte mit Blick auf die Folgen des Klimawandels weiterzuentwickeln. 

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