USA

Label für Gentechnik bald verpflichtend


Foto: USDA

Ab dem Jahr 2022 gilt in den USA eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Die Regelung betrifft sowohl Importeure als auch US-amerikanische Lebensmittelproduzenten.

Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat Standards für die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln veröffentlicht. Die Regelung müssen sowohl der Lebensmitteleinzelhandel, Hersteller als auch Importeure ab Januar 2022 einhalten. Per Definition des USDA sind "biotechnologisch" erzeugte Lebensmittel solche, die nachweisbares genetisches Material enthalten, das durch rekombinante DNA-Technik verändert wurde, nicht durch konventionelle Züchtung erzeugt werden kann oder in der Natur vorkommt.

Enthalten Inhaltsstoffe des Produkt gentechnisch verändertes Material von jeweils bis zu 5 Produzent ist eine Kennzeichnung nicht erforderlich. Das gilt allerdings nur, wenn dieses Material unabsichtlich in das Produkt gelangt oder die Beimischung aus technischen Gründen unvermeidbar ist.

Die Kennzeichnung kann unter anderem mit einem vom USDA vorgegebenen Label (siehe Foto), mit einem Text auf der Produktverpackung oder mit einem digitalen Link erfolgen. Wer sich für einen Text entscheidet kann entweder "bioengineered foods" oder "contains a bioengineered food ingredient" auf das Produkt schreiben. Hinweise wie „Gentechnik“ oder „genetisch veränderte Organismen“ sind nicht zulässig. Beim digitalen Link wird die Kennzeichnung erst bei dessen Nutzung sichtbar. Für kleine Unternehmen reicht die Angabe einer Telefonnummer oder einer Internetadresse, unter der Konsumenten Informationen über das Lebensmittel erhalten.

Zur Orientierung für die Unternehmen hat das USDA eine Liste mit 13 biotechnologisch hergestellten Agrarprodukten veröffentlicht. Aufgeführt sind unter anderem Sojabohnen aus acht Ländern, Raps aus Australien, Kanada und den USA sowie Kartoffeln und Zuckerrüben aus Kanada und den USA. Diese Liste soll jährlich vervollständigt werden, wenn neue gentechnisch veränderte Produkte auf den Markt kommen.

Der Präsident der "National Corn Growers Association", Lynn Chrisp, äußerte sich erfreut über die Regelung. Mit diesem "transparenten" System würden Verbraucher mit Informationen versorgt ohne "wichtige, sichere Technologien zu stigmatisieren".

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats