Gentechnik

Widerstand im Europaparlament nimmt zu


Befürwortern der grünen Gentechnik fällt es immer schwerer, im Europäischen Parlament Unterstützung für ihre Argumente zu finden.
Hemicycle
Befürwortern der grünen Gentechnik fällt es immer schwerer, im Europäischen Parlament Unterstützung für ihre Argumente zu finden.

Der Umweltausschuss im Europaparlament stimmt gegen die Zulassung von gentechnisch veränderten Mais- und Sojasorten. Die Abgeordneten fordern ein Mitspracherecht bei GVO-Zulassungen.

Die jüngst von der EU-Kommission genehmigten Maissorten und die Sojasorte A2704-12 stoßen im EP-Umweltausschuss auf Widerstand. In einer Erklärung fordern die Abgeordneten, dass die Zulassungen zurückgenommen werden. Die Erklärung erhielt mit 50 Ja-Stimmen und 15 Ablehnungen eine deutliche Mehrheit im Ausschuss. Im Oktober schließt sich voraussichtlich auch das Plenum des EP an.



Die Abgeordneten fordern, dass keine GV-Sorten mehr ohne die Zustimmung einer qualifizierten Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten zugelassen werden. Außerdem kritisieren sie die Risikobewertung der GV-Sorten durch die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa). Nach ihrer Ansicht müssen die Risiken der Pflanzenschutzmittel genauer unter die Lupe genommen werden, gegen die die GV-Sorten tolerant sind, etwa von dem in der EU nicht mehr erlaubten Glufosinat. Außerdem befürchten die Abgeordneten die Abholzung des tropischen Regenwaldes durch den Anbau von GV-Soja in Brasilien. Die EU-Kommission beruft sich bei ihrer Zulassung dagegen auf die positive Stellungnahme der Efsa.

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