Geschäftszahlen

Weniger Saatgutwechsel im Getreideanbau


Auf etwas mehr aller Halmgetreideflächen in Deutschland wird zertifiziertes Saatgut angebaut. Saatgutwechsel findet aber weniger statt. Das berichtet der Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS).

Wie Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS) berichtete, wurde zur Ernte 2018 auf 52 Prozent der insgesamt etwa 5,8 Mio. ha umfassenden Halmgetreidefläche Zertifiziertes Saatgut (Z-Saatgut) angebaut. Im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr bedeutete das einen Rückgang des Saatgutwechsels um 4 Prozentpunkte. Während beim deutlich geringer zu Buche schlagenden Sommergetreide der Saatgutwechsel von 52 Prozent auf 56 Prozent stieg, nahm dieser beim Wintergetreide von 57 Prozent auf 52 Prozent ab. In den Wirtschaftsjahren 2016/17 und 2017/18 hatte der Saatgutwechsel bei jeweils 56 Prozent gelegen.

Obwohl außerordentlich schwierige Witterungsbedingungen im letzten Jahr die Landwirtschaft vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt hätten, habe mehr als die Hälfte der Landwirte in qualitativ hochwertiges Z-Saatgut investiert, das neben geprüfter Gesundheit und Sortenreinheit auch eine gesicherte Keimfähigkeit und somit beste Vorrausetzungen für eine gute Bestandsetablierung biete, erklärte Marcus Iken, Vorsitzender der GFS. Zugleich betonte er, dass aus seiner Sicht ein Anstieg des Saatgutwechsels Voraussetzung für eine dauerhafte Sicherung der Erträge sei.

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