Getreidevermehrung

Weniger Saatgetreide aus dem Norden

Die schwierige Herbstbestellung wird Folgen für die Saatgutversorgung zur diesjährigen Aussaat haben. Bei den Wintergerstensorten gibt es eine neue Nummer 1.

Die vorläufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft der Anerkennungsstellen liegen vor. Danach sind in Deutschland zur Ernte 2018 weniger Vermehrungsflächen für Wintergetreide angemeldet worden. Nach Getreidearten zeigt sich jedoch eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Wintergerste hat leicht und Roggen deutlich zugelegt. Die großen Verlierer sind hingegen Triticale und Winterweichweizen (siehe Grafik).

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Grund für die Flächenveränderungen im Vergleich zum Vorjahr sind die schwierigen Witterungsbedingungen zur Herbstbestellung, die auch bereits in den Zahlen zum Konsumanbau 2018 zum Ausdruck kamen. Dort sind besonders heftige Bremsspuren in der Winterweizenfläche zu verzeichnen.

Deutlich größere Vermehrungen in Sachsen und Thüringen

In der Vermehrung gibt es außerdem größere Verschiebungen zwischen den Bundesländern, gerade bei Winterweichweizen. Während die Flächen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Brandenburg deutlich im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft sind, legten Vermehrer in Sachsen und Thüringen erheblich mehr Weizenflächen an. Größere Roggenvermehrungsflächen wiederum sind aus Brandenburg und Niedersachsen abgezogen und nach Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen verlagert worden.

Die Nummer 1 bei Winterweizen noch gestärkt

Bei Winterweichweizen hat die A-Sorte RGT Reform die Führungsposition zur Ernte 2018 weiter ausgebaut. Sie nimmt jetzt 16 Prozent der Weizenvermehrungsfläche ein. Mit deutlichem Abstand folgen die A-Sorte Patras, die B-Sorte Benchmark und die C-Sorte Elixer. Bei Wintergerste hat sich die mehrzeilige Sorte KWS Kosmos nach vorne gearbeitet.

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