Grüne Woche

Weltweit weniger Antibiotika gefordert


Die Teilnehmer der GFFA in Berlin
Foto: BMEL
Die Teilnehmer der GFFA in Berlin

Mit der Verabschiedung des Kommuniqués der 10. Berliner Agrarministerkonferenz verpflichten sich die Minister für eine verantwortliche und nachhaltige Tierhaltung.

In ihrem Abschlusskommuniqué bekräftigen die Agrarminister ihren Willen zum nachhaltigen Umgang mit der Tierhaltung und treten für eine verantwortliche und leistungsfähige tierische Produktion ein. Ein weiterer Punkt ist die Tiergesundheit und ihre wechselseitige Abhängigkeit mit der menschlichen Gesundheit. Dies wird bei Zoonosen und bei der Problematik der Antibiotikaresistenzen deutlich. "In unserem Abschlusskommuniqué haben wir daher beschlossen, uns weltweit verstärkt gegen den unnötigen Einsatz von Antibiotika zur Wachstumsförderung in der Tierhaltung einzusetzen. Auch wollen wir die Tierhaltung ressourcenschonender ausgestalten. Es müssen standortgerechte, regional angepasste Lösungen gefunden werden. Schlüssel zum Erfolg für die Weiterentwicklung der Tierhaltung zu einem nachhaltigen und effizienten Wirtschaftszweig sind moderne Produktionstechnik, neue Technologien und Know-How-Transfer", heißt es im Schlussdokument.

Der Tierhaltung kommt auch bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) eine Bedeutung zu. Das gilt für die Vereinbarung SDG 2, das zum Ziel hat, den Hunger zu beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung zu erreichen und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. „Der nachhaltige Umgang mit den Tieren bei der Produktion tierischer Nahrungsmittel ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Nutztierhaltung ist unter verschiedenen Gesichtspunkten für die weitere Entwicklung der Bevölkerung bedeutsam", erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) in Berlin. Der Ernährungsstatus der Menschen, der wirtschaftliche Wohlstand ländlicher Regionen und die Auswirkungen von Klima und Umwelt sind nur einige Faktoren, die in einen gerechten Interessenausgleich zu bringen sind. In diesem Jahr steht das GFFA unter dem Motto „Die Zukunft der tierischen Erzeugung gestalten – nachhaltig, verantwortungsbewusst, leistungsfähig.“ Zum Abschluss der Berliner Agrarministerkonferenz überreichte Schmidt das Abschlusskommuniqué an die Generaldirektorin der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), Monique Eloit, und den Generaldirektor der Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO), José Graziano da Silva.






stats