Glyphosat

Bayer bleibt auf der Anklagebank


Ein kalifornisches Gericht hat die Strafe im Glyphosatprozess kräftig gesenkt. Das ist für den Bayer-Konzern dennoch keine gute Nachricht. Der Aktienkurs gibt kräftig nach.

Anfang der Woche hat ein US-Gericht im Prozess gegen den früheren Monsanto-Konzern, der jetzt zu Bayer gehört, bestätigt, dass die Krebserkrankung eines Glyphosat-Anwenders auf das Herbizid zurückzuführen sein könnte. Anders als im ersten Urteil, in dem eine astronomisch hoch erscheinende Strafzahlung von 289 Mio. US-$ verhängt werden sollte, ist die Geldbuße jetzt aber auf 78 Mio. US-$ verringert worden.

An der Börse verlor die Bayer-Aktie am Dienstag um 9,5 Prozent auf deutlich unter 70 Euro. Der Kurs markiert den tiefsten Stand seit fünf Jahren. Der Bayer-Konzern hat Berufung auch gegen das jetzt ergangene Urteil angekündigt. Eigentlich hatte das Leverkusener Unternehmen gehofft, dass die erste Entscheidung noch weiter revidiert wird. Denn es handelt sich um einen Präzedenzfall. Andere Kläger, die einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebserkrankungen vermuten, könnten sich durch das Urteil ermutigt fühlen.

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