Glyphosat

DBV will mit Aldi sprechen

Aldi will Glyphosat verbannen
Aldi
Aldi will Glyphosat verbannen

Aldi will sicherstellen, dass Lieferanten keine Produkte liefern, die mit Glyphosat behandelt wurden. Diesen Vorstoß findet der Bauernverband irreführend.

Mit einem Schreiben wandte sich Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, an Einkaufsleiter des Discounters Aldi, Christoph Georgius, und bittet um ein persönliches Gespräch.

Hintergrund der Bitte ist die Forderung des Lebensmitteleinzelhändlers an dessen Lieferanten, auf den Einsatz des Pflanzenschutzmittels Glyphosat möglichst gänzlich zu verzichten. Auf Grund der aktuellen Medienlage ist diese Forderung irreführend und fragwürdig. Auch Manfred Uhlemann, Hauptgeschäftsführer beim Sächsischen Bauernverband, SLB) mahnt an, dass Rückstandsvermutungen von Glyphosat in Lebensmitteln tierischer Herkunft jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehre. Im konkreten Fall wird Verbrauchern ein Glyphosateinsatz in der Erzeugung tierischer Produkte vermittelt, der jedoch nicht existent sei. Zunehmend werden aktuell diskutierte Themen aus den Medien immer mehr zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen vom Lebensmittelhandel genutzt. Auch wissenschaftliche Studien, die des Bundesinstituts für Risikobewertung, BfR, werden völlig ignoriert. Selbstverständlich stehe es jedem Einzelhändler frei, deren Einkäufe selbst zu generieren und Anforderungen festzulegen. Dennoch distanzieren sich DBV und SLB von derartig verbrauchertäuschenden Maßnahmen. Fragwürdig bleibt ebenfalls, weshalb lediglich deutsche Lieferanten von der Beschränkung betroffen seien.

Krüsken bittet Georgius um ein klärendes Gespräch zum Jahresbeginn 2018, um über sachgerechte Möglichkeiten der Reduktion des Glyphosateinsatzes zu sprechen.

stats