Bayer

Gegen das Glyphosat-Urteil in Kalifornien hatte der Bayer-Konzern Widerspruch eingelegt. Nun keimt Hoffnung, dass die Entscheidung weitgehend revidiert werden könnte.

Bei einer Anhörung machte das zuständige Gericht in San Francisco deutlich, dass der Kläger keine überzeugenden Beweise vorgegt habe, dass Monsanto in "böser Absicht" gehandelt habe. Daher könnte sich die erhobene "Punitive damage" von 250 Mio. US-$ deutlich reduzieren, wenn nicht sogar aufgehoben werden.  Auch die Höhe der Schadenersatzforderung von 39 Mio. US-$ wurde angezweifelt. Im August hatte ein kalifornisches Geschworengericht die Bayer-Tochter Monsanto zu einer Strafe von insgesamt 289 Mio. US-$ an einen krebskranken Mann verurteilt. Damit wurde zum ersten Mal ein Urteil wegen Glyphosat gegen Monsanto gefällt. Mehr als 8.700 Klagen steht der Bayer-Konzern nach der abgeschlossenen Übernahme von Monsanto gegenüber.

Das Ergebnis dieser Anhörung ist für den Bayer-Konzern ein erster Etappensieg. Der Aktienkurs, der nach dem Geschworenenurteil massiv eingebrochen ist, hat sich wieder etwas erholt. Nun kommt es darauf an, ob es zu einem neuen Prozess kommt um die Aufhebung des Geschworenenurteils.

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