Glyphosat

Mehr Transparenz bei der Zulassung

Studien über mögliche Risiken von Pflanzenschutzmitteln oder GVO sollen automatisch veröffentlicht werden. Die EU-Kommission möchte damit das Vertrauen in die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) stärken.

Glyphosat hat ein Nachspiel in Brüssel, besonders nachdem eine Europäische Bürgerinitiative über 1 Mio. Unterschriften gegen die Wiederzulassung des Herbizides bei der EU-Kommission ablieferte. „Wir müssen die EFSA reformieren, damit die Bürger wieder Vertrauen in die Zulassungsverfahren bekommen“, betonte EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans. Deshalb sollten künftig sämtliche Studien veröffentlicht werden, auf denen die EFSA ihr Gutachten basiert. Ausgenommen bleiben vertrauliche Informationen der Hersteller, deren Veröffentlichung ihnen wirtschaftlichen Schaden zufügen könnte.

Zweitens soll die EFSA selbst Studien in Auftrag geben, wenn bei besonders kontroversen Themen Informationen fehlen. Die EU-Kommission will dazu die EFSA mit zusätzlich 62 Mio. € im Jahr ausstatten. EU-Verbraucherkommissar Vytenis Andriukaitis appelliert an die EU-Mitgliedstaaten und an das Europäische Parlament, den Vorschlag noch vor der Europawahl im Mai 2019 anzunehmen.

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