Glyphosat-Prozess

Bayer soll Schadenersatz zahlen


Der Bayer-Konzern erlebt eine Niederlage auch im zweiten Teil des Prozesses in Kalifornien. Eine US-Jury spricht einem Krebskranken rund 80 Mio. US-$ Schadenersatz zu.

Am Mittwoch haben die Geschworenen in San Francisco entschieden, dass für die Krebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman Anwendungen von Glyphosat verantwortlich seien, berichten die Nachrichtenagenturen. Die Jury war bereits in einer ersten Phase des Prozesses in der vergangenen Woche einstimmig zu der Überzeugung gelangt, dass Roundup der Bayer-Tochter Monsanto einen „erheblichen Faktor“ bei der Entstehung der Krebserkrankung von Hardeman ausgemacht habe.


In dieser Woche war zu klären, ob der Konzern eine Verantwortlichkeit trage und mithin  Schadenersatz leisten müsste. Insgesamt ist Bayer in den USA mit mehr als 11.200 Klägern wegen Glyphosat konfrontiert.

Bayer will Rechtsmittel einlegen

Bayer äußerte sich in einer Stellungnahme am Donnerstag enttäuscht über das Urteil der Jury. Der Konzern bleibt dabei, dass für ihn die Schlussfolgerungen von Regulierungsbehörden weltweit maßgeblich seien. Sie hatten in den vergangenen Jahren festgestellt, dass glyphosathaltige Herbizide nicht krebserregend seien. Bayer hält das aktuelle Urteil auch nicht für wegweisend. „Das Urteil in diesem Verfahren hat keinen Einfluss auf zukünftige Fälle – jedes zukünftige Verfahren ist gesondert zu betrachten auf der Basis der jeweiligen Umstände und rechtlichen Bedingungen“, heißt es in der Stellungnahme des Konzerns. Bayer werde gegen dieses Urteil Rechtsmittel einlegen.

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