Glyphosat

Schmidt will Anzeigepflicht

In einem Brief an die Unionsabgeordneten fordert Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) Beschränkungen für den Einsatz von Glyphosat. Für ein Verbot in Haus- und Kleingärten macht er sich erneut stark.

Er strebe auf nationaler Ebene „Beschränkungen beziehungsweise ein Verbot der Glyphosat-Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich“ an, schreibt Schmidt in einem Brief an die Unionsabgeordneten, aus dem die Rheinische Post zitiert. Während diese Forderung des geschäftsführenden Ministers nicht neu ist, bringt er aber auch eine „Anzeigepflicht bei der Spätanwendung im Getreide ins Spiel“. Seit 2014 ist eine solche Sikkation in Deutschland aber ohnehin nur noch in Ausnahmefällen erlaubt.

Darüber hinaus kündigt der Minister an, dass „eine intensiv geführte Erforschung von Alternativen für die Unkrautbekämpfung im Mittelpunkt der nächsten Jahre stehen“ werde. Ob Schmidt diesen Prozess mitgestalten wird, ist allerdings fraglich. Dazu müsste der CSU-Politiker in einer neuen Regierung erneut zum Bundesagrarminister ernannt werden. Sollte eine Neuauflage der Großen Koalition von Union und SPD zustande kommen, wäre dies nach seinem eigenmächtigen „Ja“ zur Wiederzulassung von Glyphosat in der EU sehr unwahrscheinlich.

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