Die wertmäßigen Ausfuhren an Agrargütern und Landtechnik aus Deutschland sind im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. Einen Dämpfer erhielt der Export nach China.

Mit einem Gesamtvolumen von 78,3 Mrd. € für Ausfuhren von Agrargütern einschließlich Landtechnik rechnet die German Export Association for Food and Agriculture (Gefa) e.V. für das Jahr 2017. Dies entspräche einem Plus von knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sagte der Sprecher der Organisation, Willi Meier, am Mittwoch in Berlin. Trotz insbesondere zu Beginn des Jahres schwieriger Bedingungen sei es den Branchen erneut gelungen, ihre Position im internationalen Wettbewerb zu halten. 

Den wertmäßigen Steigerungen stehen jedoch mengenmäßige Rückgänge von etwa sechs Prozent gegenüber. Verantwortlich dafür seien vor allem erneut gesunkene Mengen der Ausfuhren von Weizen mit minus knapp 17 Prozent sowie weitere Güter pflanzlichen Ursprungs, berichtet die Gefa. Bedeutendste Exportgüter bleiben Milch- und Fleischprodukte, gefolgt von Süß- und Backwaren. Auf Position fünf liegt die Landtechnik mit einem Gesamtvolumen von etwa 6 Mrd. €.

Erfreulich sei, dass die Ausfuhren in die Russische Föderation wieder deutlich gestiegen seien, so Meier. Dagegen wird für die Ausfuhren nach Asien, für die in den vergangenen Jahren ein nahezu ungebremstes Wachstum verzeichnet wurde, für 2017 eine leicht rückläufige Entwicklung registriert. So wird allein für China ein deutliches Minus der Exporte um fast 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ermittelt. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die verringerte Ausfuhr von Schweinefleisch, die gegenüber dem Vorjahr um rund 50 Prozent zurückging.
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