Grüne Woche

Erfolg für stille Diplomatie


Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) hält die Teilnahme Russlands an der Grünen Woche für einen Effekt der stillen Diplomatie. Zu möglichen Folgen für das Importverbot hielt sich Schmidt bedeckt.

Ihm persönlich bereite es „eine gewisse Freude“, dass Russland nach mehrjährigem Fernbleiben dieses Jahr wieder an der Grünen Woche teilnimmt, sagte Schmidt auf der Fragestunde des Verbands Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) am Donnerstag in Berlin. Dies zeige, dass „stille Diplomatie einen Effekt habe“, führte der geschäftsführende Bundesagrarminister aus.

Selbstversorgungsgrad nicht ausreichend

Doch die Teilnahme an der Messe allein gebe keine Antwort auf die Frage, ob Russland seine Importe aus der EU wieder auf ein Normalmaß hebe, bremste Schmidt allzu großen Optimismus. Sprich: Die Messeteilnahme alleine bedeutet nicht, dass Russland seine seit 2014 geltende Importsperre für Lebensmittel aus der EU lockert.

Schmidt betonte, dass Russland bei vielen Agrarprodukten den inländischen Bedarf nicht decken könne, daher der Aufbau eines gegenseitigen Warenflusses wichtig sei.

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