Greenpeace

In einer Kletteraktion auf den Berliner Funkturm machen die Aktivisten ihren Unmut gegenüber der Tierhaltung deutlich. Mit ihrem heute veröffentlichten Gutachten fordern die Tierrechtsaktivisten eine verpflichtende Fleischkennzeichnung.

Greenpeace
Aktivisten von Greenpeace nutzen am Freitagvormittag die Gunst der Stunde: Zum Auftakt der Grünen Woche und mitten im Messetrubel besetzen die Aktivisten für Umweltschutz und Tierrecht den Berliner Funkturm. Mit einem riesigen Plakat mit den Worten "Lasst die Sau raus", demonstriert Greenpeace für eine andere Tierhaltung und eine verpflichtende Fleischkennzeichnug. Vor diesem Hintergrund veröffentlichen die Aktivisten heute ein Gutachten zur staatlichen Fleischkennzeichnung. Dies hat Greenpeace in Auftrag gegeben. Eine Sprecherin erklärt gegenüber agrarzeitung.de: Nach juristischer Prüfung stehe fest, der Verbraucherschutz wiegt schwerer als eine mögliche Wettbewerbsverzerrung im Rahmen des EU-Rechts. Kritiker einer deutschlandweit verpflichtenden Kennzeichnung sind der Meinung, diese verstoße gegen EU-Recht, weil eine Kennzeichnung von Importware eine Wettbewerbsverzerrung mit sich bringe und damit die Handelsfreiheit einschränke.
Greenpeace


Das Gutachten bestätige nun, das Recht des Verbauchers auf Transparenz. Die Vielzahl freiwilliger Label und Siegel auf Fleisch nehme Verbrauchern die Orientierung, kritisierte Greenpeace. Eine verpflichtende staatliche Haltungskennzeichnung könne mit einheitlichen Kriterien für mehr Durchblick im Label-Dschungel sorgen. Sie sei ein wichtiges Instrument, damit Tiere künftig artgerechter gehalten würden und gleichzeitig Landwirten ein besseres Einkommen ermöglicht werde.
stats