Grüne Woche

IG Milch präsentiert Milchpreis Prognose

Die Interessengemeinschaft Milch (IG Milch) führt ein neues Instrument für die Prognose der Milchpreisentwicklung ein. Ziel ist eine erhöhte Transparenz in zukünftige Entwicklungen.

Unter der Bezeichnung "IG Milchbarometer"  werden Mitglieder der in der IG Milch organisierten genossenschaftlichen Molkereien zukünftig ständig aktualisierte Milchpreisprognosen erhalten, sagte der Vorsitzende der Organisation, Thomas Stürtz, heute in Berlin. Das Instrument sei ein Frühindikator der möglichen künftigen Entwicklungen am Milchmarkt. Die Prognose erstreckt sich auf den Zeitraum von 12 Monaten. Grundlage des Barometers sei die Entwicklung des Börsenmilchwertes des Instituts für Ernährungswirtschaft (ife) in Kiel, führte Stürtz aus. Die Barometerwerte seien keine zukünftigen Milchpreise sondern kalkulierte Werte. Sie ergeben sich aus den Erwartungen der Marktteilnehmer beim Terminhandel mit Butter und Magermilchpulver an der Warenterminbörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig.

Das ständig aktualisierte IG Milchbaromter wird vom ife Institut im Auftrag des Deutschen Raiffeisenverbandes und der IG Milch ermittelt. Erstmalig erhalten die Mitglieder der an der IG Milch beteiligten sieben genossenschaftlichen Molkereien das Prognoseinstrument mit der nächsten Milchpreisabrechnung Anfang Februar 2018. Aus dem ersten vorliegenden Barometer gehe hervor, dass die für den Jahresbeginn prognostizierte Preisdämpfung am Milchmarkt nicht in eine erneute Krise am Milchmarkt münden werde, betont die IG Milch. Zwar würden die Preise im ersten Halbjahr unter Druck geraten, doch seien die Erwartungen für das zweite Halbjahr bereits wieder positiv. Mit dem Milchpreisbarometer erhalte jeder Erzeuger ein aussagefähige Grundlage, auf welcher er sein eigenes unternehmerischen Verhalten gestalten könne, so Vertreter der IG Milch.


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