Grüne Woche

Initiative Tierwohl sieht sich auf Kurs


Die Branchenorganisation Initiative Tierwohl (ITW) zeigt sich zufrieden mit ihren Start in die zweite Projektphase 2018 bis 2020. Gegenüber einem staatlichen Tierwohllabel sei sie sehr offen, betonte Geschäftsführer Dr. Alexander Hinrich auf der Grünen Woche in Berlin.

Auf rund 6.000 ist die Zahl der an der ITW beteilgten Erzeugerbetriebe zum Januar 2018 gestiegen, erläuterte Hinrichs vor der Presse in Berlin. Möglich geworden sei dies durch ein höheres Beitragsvolumen der an der ITW beteiligten Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH). So zahlen die Partnerunternehmen statt der bisherigen 4 Cent pro verkauftem Kg Fleisch nun 6,25 Cent. Damit entstehe ein Finanzvolumen von 130 Mio. € jährlich. Dies erlaube die Teilnahme aller an der ITW interessierten Betriebe, eine Warteliste sei nicht mehr notwendig.

Rund 4.100 schweinehaltende Betriebe und 1.900 Halter von Masthähnchen und Puten seien mittlerweile an der ITW beteiligt. Damit sei die ITW das einzige existierende System, welches flächendeckend in großem Umfang die Umsetzung von Tierwohl-Kritererien überprüfe und gewährleiste. Zwar habe sich die Zahl der Teilnehmer deutlich erhöht, gleichzeitig häten jedoch etwa 270 Betriebe wegen nicht bestandener Audits das Programm verlassen müssen. Dies sei bedauerlich, jedoch im Sinn der Effektivität und  Akzeptanz des System notwendig gewesen, so Hinrichs. Mit Spannung erwarte die ITW die von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt angekündigte Konkretisierung eines Staatlichen Tierwohllabels. Die Initiative sei demgegenüber sehr offen und biete ihre Unterstützung für die mehrfach in Aussicht gestellte "Verzahnung" beider Systeme an.



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