Grüne Woche

Kein Ausstiegsdatum für Glyphosat


Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (2.v.l.) auf der Fragestunde des Verbands Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) in Berlin.
sro/az, Foto: sro
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (2.v.l.) auf der Fragestunde des Verbands Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) in Berlin.

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) lehnt es ab, einen Zeitrahmen für die Umsetzung des nationalen Glyphosat-Verbots zu nennen.

Auf die Frage, wie viele Jahre bis zu einem Glyphosat-Verbot vergehen, legte Schmidt sich in seiner Antwort während eines Pressegesprächs am heutigen Donnerstag im Vorfeld der Grünen Woche nicht fest. Zunächst einmal müssten Alternativen gesucht werden, sei es im digitalen oder mechanischen Pflanzenbau oder bei neuen Wirkstoffen, betonte Schmidt in Berlin. „Die Frage des Zeitrahmens ist eng damit verknüpft, inwiefern verlässliche Alternativen zur Verfügung stehen“, so der Minister weiter. Er verwies stattdessen auf ein geplantes Verbot für den Privatgebrauch von Glyphosat und „weitere Beschränkungen der Anwendungen in der Vorernte-Behandlung, der Sikkation“.

Zu den Auswirkungen der Fusion von Bayer und Monsanto auf das Angebot an Pflanzenschutzmitteln im Markt und die damit verknüpfte Resistenz-Problematik verwies Schmidt darauf, dass im Bereich Pflanzenschutz die „größtmögliche Vielfalt gewährleistet“ sein müsse, ohne konkret zu der Fusion Stellung zu nehmen. Er fände es jedoch „höchst problematisch“, wenn Landwirte von einzelnen Mitteln abhängig gemacht würden – etwa durch die Koppelung bestimmter gentechnisch veränderter Saaten an bestimmte Pflanzenschutzmittel. Das kann man als Seitenhieb auf das System Round-Up-Ready von Monsanto verstehen.

 

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