Halbjahresbericht

Syngenta meldet Umsatzplus

Syngenta geht gestärkt aus der Konsolidierung der globalen Pflanzenschutzindustrie hervor. In Europa liefen die Verkäufe aber schleppender.

Der Syngenta-Konzern meldet im 1. Halbjahr 2018 einen Umsatz von 7,3 Mrd. US-$. Davon stammten 5,5 Mrd. US-$ aus Verkäufen von Pflanzenschutzmitteln und 1,8 Mrd. US-$ von Saatgut. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträgt der Umsatzanstieg 5 Prozent. Noch größer ist der Zuwachs, wenn man im Vergleich der Halbjahre die Geschäftsbereiche abzieht, die Syngenta 2017 abgegeben hat. Ohne Zuckerrübensaatgut und die kartellrechtlich bedingten Veräußerungen im Pflanzenschutz errechnet der Konzern sogar ein Plus von 7 Prozent.

Wechselkurse tragen zum Anstieg bei

Allerdings beruhen 3 Prozentpunkte des jeweiligen Umsatzanstiegs auf für Syngenta günstige Wechselkursveränderungen. Ohne Währungseinfluss beträgt das Umsatzwachstum 2 Prozent, bereinigt um die Portfolioveränderungen 4 Prozent. „Das ist angesichts der schwierigen Marktbedingungen ein ermutigendes Ergebnis“, kommentierte Erik Fyrwald, Chief Executive Officer (CEO) des Konzerns, der seit dem vorigen Jahr zu ChemChina gehört. Seit Dezember 2017 ist Syngenta auch nicht mehr börsennotiert und deswegen nicht mehr zu Quartalsberichten verpflichtet. Die jetzt veröffentlichten Halbjahresszahlen sind die ersten Mitteilungen seit dem Jahresabschluss für 2017.

Besonders erfreut zeigte sich Fyrwald, dass Syngenta in allen Regionen „auf den Wachstumspfad zurückgekehrt“ sei. Diese Betrachtung beruht auf den Umsätzen, in denen die Veräußerungen herausgerechnet sind. Der Konzernchef streicht besonders heraus, dass in Brasilien nach mehreren Jahren rückläufiger Umsätze ein „solides Ergebnis“ erzielt worden sei.

Europageschäft spürt schwaches Frühjahr

Das Abschneiden im  Europageschäft im 1. Halbjahr 2018 relativiert Fyrwald mit den ungünstigen Wetterbedingungen im Frühjahr. Der Umsatz in der Region Europa, Afrika und dem Mittleren Osten ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 Prozent zurückgegangen. Bereinigt um die Veräußerungen errechnet Syngenta zwar ein Plus von 7 Prozent. Doch dazu haben allein Wechselkurse beigetragen. Ohne Währungseinfluss verbucht Syngenta im 1. Halbjahr 2018 selbst für das verbliebene Portfolio einen Umsatzrückgang um 2 Prozent.

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