Russland reagiert auf die Fortsetzung der Sanktionen der westlichen Länder. Das Einfuhrverbot gilt in weiteres Jahr.

Das russische Importverbot für bestimmte Lebensmittel aus der Europäischen Union und mehreren anderen Ländern ist um ein weiteres Jahr - bis Ende 2019 - verlängert worden. Staatspräsident Wladimir Putin hat ein entsprechendes Dekret Ende vergangener Woche unterzeichnet - eine Woche nach der Entscheidung der EU, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate zu verlängern, meldet der aiz-Infodienst. Laut Putins Dekret darf seine Regierung "falls erforderlich" die Geltungsdauer des Embargos ändern.

Russland hatte zuletzt im vergangenen Sommer die Sanktionen bis Ende 2018 verlängert. Im Juli 2015 hatte Putin eine härtere Gangart angeordnet, falls Lebensmittel trotz des Verbots ins Land eingeführt werden. Laut des nationalen Aufsichtsdienstes für Tier- und Pflanzengesundheit wurden bis Anfang Juli mehr als 25.000 Produkte beschlagnahmt und die meisten davon vernichtet.

Der russische Einfuhrstopp für Fleisch- und Milchprodukte sowie Obst und Gemüse und weitere Lebensmittel aus der EU sowie den USA, Kanada, Australien und Norwegen wurde im August 2014 verhängt. Zuvor hatten diese Länder Sanktionen gegen Russland in Antwort auf die Annexion der Halbinsel Krim beschlossen. Später hat Russland das Embargo auf weitere fünf Länder einschließlich der Ukraine, die sich den westlichen Sanktionen angeschlossen hatten, ausgedehnt.

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