Handelskonflikt

US-Farmer schlagen Alarm


Bisher sind vor allem die US-Sojaexporte Richtung China geschrumpft. Bald sollen alle Agrarlieferungen gestoppt werden.
Foto: United Soybean Board
Bisher sind vor allem die US-Sojaexporte Richtung China geschrumpft. Bald sollen alle Agrarlieferungen gestoppt werden.

Tief besorgt äußern sich US-Farmer wegen der Eskalation im Handelsstreit mit China. Ihre Agrarexporte Richtung Volksrepublik sind bereits auf ein Minimum geschrumpft.

Zu Wochenbeginn hat das chinesische Handelsministerium angekündigt, keine Agrarprodukte mehr in den USA zu kaufen. „Das ist ein schwerer Schlag für Tausende von Bauern und Viehzüchtern, die bereits jetzt darum kämpfen, über die Runden zu kommen“, klagt Zippy Duvall, Präsident des US-Bauernverbandes American Farm Bureau Federation (AFBF). Denn die US-Agrarexporte nach China sind nach AFBF-Berechnungen im 1. Halbjahr 2019 auf nur noch 1,3 Mrd. US-$ geschrumpft. Bereits 2018 hatten sich für die US-Agrarbranche die Erlöse aus den Lieferungen nach China mehr als halbiert auf nur 9,1 Mrd US-$ - ausgehend von 19,5 Mrd. US-$ im Jahr 2017.

Duvall zeigte sich zwar erleichtert über frische Agrarsubventionen von 16 Mrd. US-$, die den US-Farmern im Market Facilitation Program bereitgestellt worden sind: „Dies erlaubt uns, die Landwirtschaft auch in diesen schwierigen Zeiten fortzuführen.“ Doch der AFBF-Präsident weiß auch, dass solche Hilfen nicht auf Ewigkeit gezahlt werden können. Deswegen appelliert er an die Verhandlungsführer der USA, im Konflikt mit China die Anstrengungen zu verdoppeln, um zu einer schnellen Einigung zu kommen.

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