US-Präsident Donald Trump verlängert erneut die Ausnahmen von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der EU. Die Bundesregierung setzt auf eine langfristige Regelung.

Vor Ablauf der Frist hat Trump am Dienstag morgen bekannt gegeben, weitere 31 Tage mit der EU über Ausnahmen von Zöllen zu verhandeln.  Das gilt auch für Kanada und Mexiko, sowie Argentinien, Australien und Brasilien. Das Weiße Haus in Washington betonte, es handle sich um eine letztmalige Aufschiebung der Zölle. Die Frist endet zum 1. Juni.

Im Handelstreit drohen die USA und die EU sich seit Wochen mit der Einführung von Zöllen. Die EU ist nun um weitere vier Wochen bis zum 31. Mai von den US-Zöllen von zehn Prozent auf Aluminium- und 25 Prozent auf Stahlimporte ausgenommen. Für eine unbefristete Ausnahme verlange Washington nach Angaben aus EU-Kreisen Handelserleichterungen für US-Unternehmen oder Obergrenzen bei den Stahlexporten.


Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte vor Ablauf der Frist  im Handelsstreit mit den USA an die Kompromissbereitschaft der Europäer appelliert. Auch die EU müsse willens sein, ein Angebot auf den Tisch zu legen, "worüber wir denn bereit sind zu verhandeln", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". Er hielte es "nicht für klug", wenn die EU ihrerseits Strafzölle auf bestimmte Produkte aus den USA verhängten. Dabei geht es um US-Produkte wie Orangen, Bourbon-Whiskey und Harley-Davidson-Motorräder. Das gelte unabhängig davon, ob US-Präsident Donald Trump die Ausnahmen von Strafzöllen für EU-Hersteller von Aluminium und Stahl verlängere oder nicht. "Wir sollten uns den Ansatz von Donald Trump eben nicht zu eigen machen", sagte er.


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