Haushalt 2019

Deutscher Agraretat erreicht 6,3 Mrd. €


Der Agrarhaushalt für das kommende Jahr steht. 10 Mio. € sind für die Ackerbaustrategie vorgesehen.

Bei den Haushaltsberatungen hat die Mehrheit der Regierungskoalition gegen die Stimmen aller Oppositionsparteien am Dienstagabend dem Entwurf zugestimmt. Es sei davon auszugehen, dass damit der Haushalt auch den Bundesrat ohne weitere Veränderungen passieren wird, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel gegenüber agrarzeitung.de. Somit bestehe nun eine konkrete Planungsgrundlage für das Jahr 2019, unabhängig von möglichen politischen Veränderungen im nächsten Jahr, so Fuchtel.

Der Haushalt legt im Vergleich zum Vorjahr um 300 Mio. € zu. Damit erreicht er insgesamt ein Höhe von 6,3 Mrd. €. In dem Ansatz enthalten sind für die zu entwickelnde Ackerbaustrategie rund 10 Mio. €. Sie soll im Lauf des Jahres 2019 vorgelegt werden. Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist der Entfall der betäubungslosen Ferkelkastration. Für Schulungsmaßnahmen der Landwirte sowie zur Unterstützung der Anschaffung von Inhalationsgeräten sieht der Etat für die kommenden Jahre ein Volumen von 38 Mio. € vor. Von Rednern der Oppositionsparteien wurde die Frage aufgeworfen, warum diese zu begrüßende Summe erst jetzt und nicht bereits während der zurückliegenden fünf Jahre bereitgestellt wurde. Die betäubungslose Ferkelkastration sollte ursprünglich zum Jahresende 2018 entfallen.

Mit weiteren 15 Mio. € soll die Entwicklung einer Nutztierstrategie gefördert werden. Der Ökolandbau kann mit Fördermitteln in Höhe von 30 Mio. € rechnen. Neu in den Etat aufgenommen wird die Digitalisierung, die als Innovationstreiber angesehen wird. Für digitale Techniken im Ackerbau und in der Tierhaltung sieht der Haushalt einen Betrag von 15 Mio. € vor.  

Für die Entwicklung der ländlichen Räume spielt die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) eine besondere Rolle. Für die GAK sieht der Haushalt 900 Mio. € vor. Zusammen mit den in der GAK vorgesehenen Mittel der Bundesländer und weiteren Zuschüssen aus anderen Haushaltstiteln umfasse die GAK ein Volumen von mehr als 1 Mrd. €, betonte Fuchtel. Erstmalig seien darin auch die vielfach geforderten Ansätze zur Planung von Projekten auf regionaler Ebene  enthalten. "Dieser Haushalt ist das Ende der Landblindheit", sagte Fuchtel.

Größter Posten des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bleibt mit vier Mrd. € nach wie vor die agrarsoziale Sicherung. 



 


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